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Fastenzeit Kirche

«Zurück zu den Wurzeln» in der irakischen Ninive-Ebene

Der Schweizer Pater Jens Petzold weilt auf Einladung von «Kirche in Not (ACN)» vom 13. bis 15. März 2020 in der Schweiz

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Der chaldäisch-katholische Pater Jens Petzold

Pater Petzold lebt in einem Kloster der nordirakischen Stadt Sulaimaniyya . Seit Sommer 2014 suchten viele vom IS vertriebene irakische Christen dort Zuflucht. In Predigten berichtet Pater Jens über sein Leben als Schweizer Geistlicher im kurdischen Nordirak und wie er den christlichen Flüchtlingen beisteht. Pater Petzold wurde in eine alte Berliner Sozialistenfamilie hineingeboren, die mit Religion nichts anfangen konnte. Als er noch ein Kind war, zogen seine Eltern mit ihm in die Schweiz. Nach der Schule absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung und arbeite bei der Schweizer Post. Dem Glauben wurde im Elternhaus immer mit Argwohn begegnet – Jens Petzold wurde nicht getauft – schon seine Urgrosseltern kehrten der Kirche den Rücken. Nach dem Tod seiner Eltern spürte er, dass ihn die Frage nach Gott beschäftigte. Er entschloss sich, seine Arbeit aufzugeben und zu reisen. Eines Tages stand er in einer syrischen Wüste vor dem Kloster Mar Musa. Dort hatte er starke Christus-Erfahrungen und liess sich 1996 taufen.

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Barmherzigkeit Kirche Kultur und Gesellschaft

Kuba: «Die Familien brechen auseinander»

Fünfzig Jahre Kommunismus im Karibikstaat Kuba, Landflucht junger Menschen und Familien ohne Väter

Pater Jean Pichon aus der Gemeinschaft „Sankt Martin“

Kuba ist seit einem halben Jahrhundert von einer kommunistischen Herrschaft geprägt. Die wirtschaftliche Lage in dem Karibikstaat ist herausfordernd und vor allem junge Menschen verlassen das Land. Das hat auch Folgen für das traditionelle Familienbild auf der Insel. Pater Jean Pichon aus der Gemeinschaft „Sankt Martin“ stammt aus Frankreich und ist Pfarrer in der Diözese Santa Clara im Zentrum Kubas. Das internationale Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» unterstützt ihn bei Evangelisierungsprojekten. Im Jahr 2018 wurden Projekte auf Kuba mit über einer Million Schweizer Franken unterstützt. Die Fragen im folgenden Interview an den Priester stellte Thomas Oswald aus dem französischen Büro des Hilfswerks.

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Kirche Kultur und Gesellschaft

EU-Land Bulgarien mit armer katholischer Minderheit

Pater Jaroslaw Bartkiewicz weilt vom 29. Februar bis 8. März 2020 in der Schweiz und hält Vorträge

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Mann mit einem Pferdewagen in Belozem, Bulgarien

Bulgarien ist zwar Mitglied der EU, aber dennoch lebt ein Fünftel der rund 7,1 Mio. Einwohner des südosteuropäischen Landes in Armut. Einer von zehn Einwohnern gilt sogar als „extrem arm“. Die Arbeitslosigkeit liegt zwar nur rund bei 5.5% der Bevölkerung, doch verdienen die Menschen oft so wenig, dass sie mit ihren Familien kaum über die Runden kommen. Besonders schwer haben es jedoch die alten Menschen, die oft mit einer winzigen Rente auskommen müssen, und die Minderheit der Roma. In einem solchen Umfeld wirkt Pater Jaroslaw Bartkiewicz.

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Apostelgeschichte Kirche

Katechesen von Papst Franziskus zur Apostelgeschichte

Die Reihe «Apostelgeschichte» wird im Rahmen der Generalaudienzen zusammengefasst

Am 29. Mai 2019 begann Papst Franziskus eine neue Katechesereihe, die uns durch die Apostelgeschichte führen soll. Dieses Buch der Bibel, das vom Evangelisten Lukas geschrieben wurde, berichtet uns von der Reise – von einer Reise: Aber von welcher Reise? Von der Reise des Evangeliums in die Welt, und es zeigt uns die wunderbare Verbindung zwischen dem Wort Gottes und dem Heiligen Geist, die die Zeit der Evangelisierung einläutet. Die Hauptakteure der Apostelgeschichte sind ein lebendiges und wirkkräftiges »Paar«: das Wort Gottes und der Heilige Geist. Gott »sendet seinen Spruch zur Erde« und »in Eile läuft sein Wort dahin«, heißt es im Psalm 147,15. Das Wort Gottes läuft, es ist dynamisch, es bewässert jeden Boden, auf den es fällt. Und was ist seine Kraft? Der heilige Lukas sagt uns, dass das menschliche Wort nicht durch die Rhetorik, die Kunst des schönen Redens, wirkkräftig wird, sondern durch den Heiligen Geist, der die »dynamis« Gottes ist: die Dynamik Gottes, seine Kraft, die die Macht hat, das Wort zu reinigen, es zur Lebensspenderin zu machen.

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Kirche

IS-Terroristen drohten Weihbischof Warduni zu entführen und zu töten

Dankesworte von Weihbischof Shlemon Warduni aus Bagdad für Gottesdienste und Predigten in Luzern

Weihbischof Warduni besucht Luzern

Am Wochenende des 26./27. Oktobers 2019 gedachte das internationale katholische Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» der diskriminierten, bedrängten und verfolgten Christen in aller Welt. Aus diesem Anlass wurden in Luzern Gottesdienste gefeiert, in denen der irakische Weihbischof Shlemon Warduni auf die Situation der Christen im Irak einging. Die Predigten des Gastes aus Bagdad berührten die Gottesdienstbesucher sehr, da ein Mann vor ihnen stand, der dem Tod selbst schon ins Auge blickte, nur weil er Christ war. Terroristen drohten den Weihbischof zu entführen und zu töten. Dies trat zum Glück nicht ein.

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Kirche Kultur und Gesellschaft

13. Nationaler Gedenktag für weltweit bedrängte und verfolgte Christen

Weihbischof Shlemon Warundi aus Bagdad, Irak, feiert am 26./27. Oktober 2019 in Luzern mit uns die Gottesdienste

Weihbischof Shlemon Warduni

Am Wochenende des 26 und /27. Oktobers 2019 gedenkt das internationale katholische Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» der diskriminierten, bedrängten und verfolgten Christen in aller Welt. Aus diesem Anlass werden in der Stadt Luzern Gottesdienste gefeiert, wo der irakische Weihbischof der Shlemon Warduni auf den Kreuzweg der Christen im Irak eingehen wird. In der Pfarrei St. Leodegar in Luzern wirkt Weihbischof Warduni an den Gedenkgottesdiensten mit. Heilige Messen werden am Samstagabend, 26. Oktober, um 17.15 Uhr und am Sonntag, 27. Oktober, um 08.30 und 11.00 Uhr gefeiert. Der Gast aus Bagdad hält jeweils die Predigt. Zusätzlich hält der Weihbischof am Adoray-Lobpreis um 19.30 Uhr in der Leonhardskapelle einen kurzen Impuls. Shlemon Warduni wirkt seit vielen Jahren als Weihbischof in Bagdad.

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Kirche Kultur und Gesellschaft

Außerordentlicher Monat der Weltmission 2019

«Getauft und gesandt» – Unsere Sendung:
Sich dem anderen zuwenden

Abt Jean Scarcella, St. Maurice

Der Getaufte, erfüllt vom Leben Gottes und belebt durch seinen Geist, ist ein Gesandter, berufen, in der Nachfolge Christi zu seinen Brüdern und Schwestern zu gehen. Aus diesem Grund hat die Kongregation für die Evangelisierung der Völker auf die Bitte von Papst Franziskus, im Oktober 2019 einen Ausserordentlichen Monat der Weltmission auszurufen, entschieden, diesen Monat dem Thema «Getauft und gesandt. Die Kirche Christi missionarisch in der Welt» zu widmen.

«Wirst du jemand anderen davon überzeugen, Katholik zu werden? Nein, nein, nein! Du wirst zu ihm gehen, er ist dein Bruder! Und das ist genug. Du wirst ihm begegnen, den Rest besorgt Jesus», sagt Papst Franziskus.

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Kirche Kultur und Gesellschaft

Grosses Interesse an Spiritualität und geistlichen Werten in Lettland

Erzbischof Zbigņevs Stankevičs aus Riga weilt vom 14. bis 16. Juni 2019 in der Schweiz

Erzbischof Zbigņevs Stankevičs, Riga, Lettland

Zbigņevs Stankevičs, geboren 1955, wurde in der St.-Jakobs-Kathedrale zu Riga am 8. August 2010 zum Bischof geweiht. Als Erzbischof von Riga ist er auch Metropolit der drei übrigen lettischen Bistümer Liepāja, Rēzekne-Aglona und Jelgava. Er liess sich am Polytechnischen Institut in Riga zum Ingenieur ausbilden. Anschliessend arbeitete er als Spezialist für automatische Steuersysteme zwischen 1978 und 1990 auf einer Werft. Doch die Sehnsucht nach Gott wuchs kontinuierlich in ihm, weshalb er im polnischen Lublin katholische Theologie studierte. Die Priesterweihe empfing er 1996. Nach verschiedenen Stationen in der Seelsorge und in der Forschung im In- und Ausland wurde er schliesslich zum Erzbischof von Riga ernannt. Er spricht gut Deutsch.

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Kirche Kultur und Gesellschaft

Hilfe gegen Trostlosigkeit. Armut, Alkohol und Prostitution

Bischof Clemens Pickel aus Saratow weilt vom 30. Mai bis 2. Juni 2019 in der Schweiz

Bild: http://www.kirche-in-not.ch
Bischof Clemens Pickel

Clemens Pickel, geboren 1961 im deutschen Bundesland Sachsen, wurde bereits im Alter von 36 Jahren zum Bischof von Südrussland geweiht. Seit 2017 amtet er zudem als Vorsitzender der russischen Bischofskonferenz. Seine Diözese St. Clemens mit Sitz in Saratow ist mit 1,4 Millionen Quadratkilometern rund 35 Mal grösser als die Schweiz. In diesem Bistum leben 21 500 Katholiken und es wirken 50 Priester aus 14 verschiedenen Ländern sowie 69 Ordensschwestern- und Brüder aus 21 unterschiedlichen Staaten. Vier Priester und 19 Ordensschwestern sind russische Staatsangehörige.

Bischof Clemens Pickel aus dem russischen Saratow weilt zwischen dem 30. Mai und 2. Juni 2019 auf Einladung von «Kirche in Not» in der Schweiz. In verschiedenen Pfarreien wird er in Predigten und Vorträgen über sein Bistum informieren, welches auch Tschetschenien und die Grenzgebiete zur Ostukraine umfasst.

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Kirche Kultur und Gesellschaft

Im Kampf gegen Armut, Korruption und für soziale Gerechtigkeit

Oblaten-Pater Miguel Fritz besucht vom 23.-26. Mai 2019 die Schweiz

Auf Einladung von «Kirche in Not» besucht der aus Deutschland stammende Oblaten-Pater Miguel Fritz die Schweiz. In verschiedenen Pfarreien feiert er vom 23.-26. Mai 2019 Gottesdienste und hält Vorträge über sein Wirken als Seelsorger in Paraguay. Er war in der Vergangenheit auch Generalvikar im Vikariat Pilcomayo, nahm Lehrtätigkeiten auf Spanisch und Guaraní an und war lange Zeit Seelsorger beim Volk der Nivaclé-Indios. Paraguay gilt als eines der ärmsten und korruptesten Länder Lateinamerikas. Kinder und Jugendliche werden vor allem auf dem Land zu wenig schulisch gebildet, jedes fünfte Kind verrichtet Kinderarbeit. Nur knapp jedes zweite Kind, das eine Schule besucht, erlangt einen Schulabschluss. In einem solchen Umfeld ist das Herausbilden einer Zivilgesellschaft schwierig. Die herrschende Elite hat kein Interesse, etwas daran zu ändern. Die katholische Kirche versucht mit ihren vielen Bildungseinrichtungen – auch in den entlegensten Regionen – möglichst vielen Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Auf Einladung von «Kirche in Not» besucht der aus Deutschland stammende Oblaten-Pater Miguel Fritz die Schweiz. In verschiedenen Pfarreien feiert er vom 23.-26. Mai 2019 Gottesdienste und hält Vorträge über sein Wirken als Seelsorger in Paraguay. Er war in der Vergangenheit auch Generalvikar im Vikariat Pilcomayo, nahm Lehrtätigkeiten auf Spanisch und Guaraní an und war lange Zeit Seelsorger beim Volk der Nivaclé-Indios.