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Barmherzigkeit Kirche Kultur und Gesellschaft

Kuba: «Die Familien brechen auseinander»

Fünfzig Jahre Kommunismus im Karibikstaat Kuba, Landflucht junger Menschen und Familien ohne Väter

Pater Jean Pichon aus der Gemeinschaft „Sankt Martin“

Kuba ist seit einem halben Jahrhundert von einer kommunistischen Herrschaft geprägt. Die wirtschaftliche Lage in dem Karibikstaat ist herausfordernd und vor allem junge Menschen verlassen das Land. Das hat auch Folgen für das traditionelle Familienbild auf der Insel. Pater Jean Pichon aus der Gemeinschaft „Sankt Martin“ stammt aus Frankreich und ist Pfarrer in der Diözese Santa Clara im Zentrum Kubas. Das internationale Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» unterstützt ihn bei Evangelisierungsprojekten. Im Jahr 2018 wurden Projekte auf Kuba mit über einer Million Schweizer Franken unterstützt. Die Fragen im folgenden Interview an den Priester stellte Thomas Oswald aus dem französischen Büro des Hilfswerks.

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EU-Land Bulgarien mit armer katholischer Minderheit

Pater Jaroslaw Bartkiewicz weilt vom 29. Februar bis 8. März 2020 in der Schweiz und hält Vorträge

www.kirche-in-not.ch
Mann mit einem Pferdewagen in Belozem, Bulgarien

Bulgarien ist zwar Mitglied der EU, aber dennoch lebt ein Fünftel der rund 7,1 Mio. Einwohner des südosteuropäischen Landes in Armut. Einer von zehn Einwohnern gilt sogar als „extrem arm“. Die Arbeitslosigkeit liegt zwar nur rund bei 5.5% der Bevölkerung, doch verdienen die Menschen oft so wenig, dass sie mit ihren Familien kaum über die Runden kommen. Besonders schwer haben es jedoch die alten Menschen, die oft mit einer winzigen Rente auskommen müssen, und die Minderheit der Roma. In einem solchen Umfeld wirkt Pater Jaroslaw Bartkiewicz.

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Kollekte für Projekt «Ein Tropfen Milch» in Aleppo

Schweizer Jugendbischof Alain de Raemy in Luzern am Gedenkgottesdienst von «Kirche in Not (ACN)»

Kinder- und Jugendchor St. Anton St. Michael Luzern

In der Jesuitenkirche Luzern fand am Sonntag, 19. Januar 2020, um 10.00 Uhr der Gedenkgottesdienst für den 2003 verstorbenen Gründer des Hilfswerks «Kirche in Not (ACN)», Pater Werenfried van Straaten, und die verfolgten Christen, statt. Hauptzelebrant der Hl. Messe war der Schweizer Jugendbischof Alain de Raemy. Der bekannte Luzerner Kinder- und Jugendchor St. Anton/St. Michael, unter der Leitung von Thomas Walpen umrahmt den Gottesdienst musikalisch.

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13. Nationaler Gedenktag für weltweit bedrängte und verfolgte Christen

Weihbischof Shlemon Warundi aus Bagdad, Irak, feiert am 26./27. Oktober 2019 in Luzern mit uns die Gottesdienste

Weihbischof Shlemon Warduni

Am Wochenende des 26 und /27. Oktobers 2019 gedenkt das internationale katholische Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» der diskriminierten, bedrängten und verfolgten Christen in aller Welt. Aus diesem Anlass werden in der Stadt Luzern Gottesdienste gefeiert, wo der irakische Weihbischof der Shlemon Warduni auf den Kreuzweg der Christen im Irak eingehen wird. In der Pfarrei St. Leodegar in Luzern wirkt Weihbischof Warduni an den Gedenkgottesdiensten mit. Heilige Messen werden am Samstagabend, 26. Oktober, um 17.15 Uhr und am Sonntag, 27. Oktober, um 08.30 und 11.00 Uhr gefeiert. Der Gast aus Bagdad hält jeweils die Predigt. Zusätzlich hält der Weihbischof am Adoray-Lobpreis um 19.30 Uhr in der Leonhardskapelle einen kurzen Impuls. Shlemon Warduni wirkt seit vielen Jahren als Weihbischof in Bagdad.

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Steht Auslöschung des Christentums in Ursprungsregion bevor?

Internationale Staatengemeinschaft wegen Türkei-Offensive in Syrien stark gefordert

Father Francois Mourad and Archbishop Jacques Behnan Hindo celebrating holy mass

Die Entscheidung von US-Präsident Trump, seine Truppen aus dem Nordosten Syriens abzuziehen, hat eine Reihe von Ereignissen in Gang gesetzt, von denen die türkische Offensive nur ein erstes Fanal sein könnte. Verlierer aber werden nicht nur die Kurden sein. Jacques Behnan Hindo, der emeritierte syrisch-katholische Erzbischof von Hassaké-Nisibi: „Es war nicht klug, den Truppenabzug einzuleiten. Es war klar, dass den Kurden niemand helfen würde. Jetzt werden sie alles verlieren, wie es bereits in Afrin geschehen ist.“ In einem Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» macht er sich keine Hoffnung, was die jüngste Invasion der Türkei im Nordosten Syriens angeht.

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Der Norden Nigerias steht unter der Scharia

Msgr. Obiora Ike aus Nigeria weilt am 5. und 6. Oktober 2019 in der Schweiz

www.kirche-in-not.ch
Msgr. Obiora Ike während eines Vortrags

In Nigeria leben knapp 190 Millionen Menschen. Das Land ist reich an Rohstoffen, doch von deren Verkauf profitiert nur eine kleine Elite. Zudem ist die Korruption weit verbreitet. Der aus Nigeria stammende Msgr. Obiora Ike setzt sich vehement für die verfolgten Christen in seinem Land ein. Tausende von Opfern unter Christen und Muslimen gehen in Nigeria auf das Konto der radikalislamischen Gruppierung Boko Haram, die seit vielen Jahren Angst und Schrecken verbreitet. Die Gewalt gegen Christen betrifft vor allem den Norden des afrikanischen Staates. Dort leben mehrheitlich Muslime. Die Christen bilden im Norden eine Minderheit. Der Norden des Landes ist arm, trocken, sittenstreng und voller Vorbehalte gegen das Moderne. Der Süden dagegen boomt. Boko Haram passt diese Entwicklung im Süden nicht und strebt ein Kalifat an. Die radikale Gruppe verfolgt alle, die einen säkularen Staat und ein gleichwertiges Nebeneinander der Religionen unterstützen. Durch die grassierende Korruption bei den Ordnungshütern und in der Politik gelingt es der Polizei und dem Militär nicht, die Terroristen wirksam zu bekämpfen.

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Außerordentlicher Monat der Weltmission 2019

«Getauft und gesandt» – Unsere Sendung:
Sich dem anderen zuwenden

Abt Jean Scarcella, St. Maurice

Der Getaufte, erfüllt vom Leben Gottes und belebt durch seinen Geist, ist ein Gesandter, berufen, in der Nachfolge Christi zu seinen Brüdern und Schwestern zu gehen. Aus diesem Grund hat die Kongregation für die Evangelisierung der Völker auf die Bitte von Papst Franziskus, im Oktober 2019 einen Ausserordentlichen Monat der Weltmission auszurufen, entschieden, diesen Monat dem Thema «Getauft und gesandt. Die Kirche Christi missionarisch in der Welt» zu widmen.

«Wirst du jemand anderen davon überzeugen, Katholik zu werden? Nein, nein, nein! Du wirst zu ihm gehen, er ist dein Bruder! Und das ist genug. Du wirst ihm begegnen, den Rest besorgt Jesus», sagt Papst Franziskus.

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Seit Jahren unerträgliche Gewalt, Hunger und Krieg im Sudan

Der em. Bischof Macram Max Gassis besucht zwischen dem 10. und 18. August 2019 die Schweiz

Frauen und Kinder transportieren Material, Südsudan

Die Situation im Sudan ist seit Jahrzehnten für die Bewohner unerträglich. Gewalt, Hunger, Krieg gehören zum Alltag. Rund 1.6% der Bewohner der Diözese El Obeid sind Katholiken. Zum Bistum gehören auch Darfur und die Nuba-Berge. Seit 2007 sind in Darfur UN-Blauhelme stationiert, um die Zivilisten zu schützen. Auch in den Nuba-Bergen gibt es immer wieder Konflikte. Der sudanesische Langzeitdiktator Omar Hassan al-Baschir wurde zwar im April 2019 gestürzt. Seither ringen demokratische Kräfte und das Militär um die Vorherrschaft im Land. Momentan lässt sich nicht abschätzen, ob sich der Sudan in eine friedliche Zukunft entwickeln wird. Sicher ist, dass Bischof Gasssis alles daran setzen wird, dass der Übergang friedlich abläuft und die bis anhin herrschenden Ungerechtigkeiten zu einem Ende kommen. Bischof Gassis ist es, der seine Stimme den Stimmlosen gibt, die sonst nicht gehört werden: „Niemand interessiert sich wirklich für den Sudan, weil wir nichts zu geben haben. Aber wir haben Menschen, wir haben wundervolle Menschen.“

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Hilfe für Orientierungs- und Haltlosigkeit sowie Gewalt in der Familie

Bischof Werth aus Sibirien zu Gast in Ettingen BL und Mariastein SO

Bischof Joseph Werth SJ ist am Samstag, 3. August 2019, in Ettingen und am Sonntag, 4. August 2019, in Mariastein zu Gast und feiert je eine Eucharistie. In der Predigt berichtet der Bischof über die Situation der katholischen Kirche in Sibirien und die Hilfe von «Kirche in Not» vor Ort. Der Bischof hat seinen Sitz in der westsibirischen Stadt Nowosibirsk. Bischof Joseph Werth steht der Diözese „Verklärung des Herrn“ seit dem Jahr 2002 vor. Der Zerfall der Sowjetunion brachte eine grosse Veränderung für die Menschen in ihrem Alltag. Viele haben noch immer Mühe, sich in den neuen freiheitlichen Lebensumständen zurechtzufinden. Während die jüngere und gut ausgebildete Generation mit den politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen umzugehen weiss, bekunden ältere Leute und sozial Benachteiligte Schwierigkeiten damit. Die nicht mehr vorhandene staatliche Rundumversorgung stürzt sie in Orientierungs- und Haltlosigkeit. Als Folge davon sind Arbeitslosigkeit, Armut, Alkohol- und Drogenabhängigkeit verbreitet und eine gestiegene Kriminalität sowie Gewalt in der Familie. Die Landflucht führt die Menschen in die Grossstädte, in welchen der Wohnraum teuer ist. Obdachlosigkeit ist ein weit verbreitetes Phänomen auf den Strassen in der westsibirischen Metropole. Dazu kommen die harten äusseren Umstände wie tiefe Wintertemperaturen, in denen das Thermometer bis auf -60 Grad sinken kann.

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Glaube und Opfer grosszügiger Wohltäter weltweit versetzen Berge

Jahresbericht 2018 von «Kirche in Not (ACN)» mit Spenden von über 111 Mio. Euro

Bischof Laurent Dabiré und Ordensschwestern der Gemeinschaft Sainte Marie de Torfou, Burkina Faso

Die Gesamtsumme der Spenden, die im Jahr 2018 «Kirche in Not» in den 23 Nationalbüros und dem Hauptsitz des Hilfswerks eingenommen wurden, beträgt 124.4 Mio. Schweizer Franken (111,1 Mio. Euro) für die notleidende, unterdrückte und verfolgte Kirche auf der ganzen Welt. Dank dieser Einnahmen, die aus privaten Spenden der über 330 000 Wohltäter von «Kirche in Not (ACN)» aus verschiedenen Ländern stammen, konnten 5019 Projekte in 139 Ländern finanziert werden. “Wir sind tief bewegt von der Grosszügigkeit unserer Wohltäter auf der ganzen Welt“, erklärte Thomas Heine Geldern, Exekutivpräsident des Werkes, bei der Vorstellung des Jahresberichts.

„Ihr Opfer und ihr Glaube haben wieder Berge versetzt!“

Thomas Heine Geldern, Exekutivpräsident von «Kirche in Not ACN»