Meuchelmord: vorsätzliche, heimliche, hinterhältige Tötung von Menschen

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Länder unter Schock, wenn Verbrecher Waffen gegen Religionen strecken

Valence Mendis, Bishop of Chilaw, Sri Lanka, May 2010

Das ganze Land steht unter Schock. Es ist eine Tragödie.“ So beschreibt Bischof Warnakulasurya Wadumestrige Devasritha Valence Mendis im Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk «Kirche in Not» die Situation nach den Bombenanschlägen auf Kirchen und Hotels am Ostersonntag in Sri Lanka. Mendis ist Bischof von Chilaw, das 80 km nördlich der Hauptstadt Colombo an der Westküste des südasiatischen Inselstaates liegt. Nur rund 50 km sind es von Chilaw bis nach Negombo. Die dortige katholische Kirche „St. Sebastian“ ist einer der drei Orte, in denen während der Ostermesse Selbstmordattentäter Sprengsätze zündeten. Dies geschah nahezu zeitgleich auch in der St.-Antoniuskirche in Colombo, einem beliebten Wallfahrtsort, sowie im 250 km entfernten Batticaloa, wo es die protestantische Zinskirche traf. „Die drei Kirchen waren voll von Gläubigen, schliesslich war es Ostersonntag“, erklärte Bischof Mendis. In den Kirchen wurden die meisten Menschen getötet. Hinzu kommen die Opfer bei weiteren Sprengstoffanschlägen in drei Hotels in der Hauptstadt. Laut Polizeiangaben ist die Zahl der Toten auf mindestens 310 Menschen gestiegen. Ungefähr 500 Menschen wurden verletzt.

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Katechesen von Papst Franziskus über die Zehn Gebote

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Die Reihe «Zehn Gebote» wird im Rahmen der Generalaudienzen zusammengefasst

L'Osservatore Romano
Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 13. Juni 2018

Gott gibt Moses die Zehn Gebote: Eines Tages kamen die Israeliten , die Gott sein auserwähltes Volk nannte, zu einem Berg. Gott sprach zu ihrem Führer Moses, er solle zu Ihm auf den Berg kommen; Er habe ihm etwas Wichtiges zu geben. Als Moses den Berg bestieg, war dieser mit einer schwarzen Wolke bedeckt. Rauch stieg von ihm auf. Da waren lautes Donnergrollen und Blitze. Gewaltiger Hörnerschall erklang. Dann sprach Gott:
«Ich bin der Herr, dein Gott:

  1. Du sollst keine fremden Götter neben mir haben!
  2. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren!
  3. Gedenke, dass du den Tag des Herrn heiligst!
  4. Du sollst Vater und Mutter ehren!
  5. Du sollst nicht töten!
  6. Du sollst nicht Unkeuschheit treiben!
  7. Du sollst nicht stehlen!
  8. Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten!
  9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau!
  10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut!»

Die Hauptgebote (Mt 22, 37-39)

  1. Du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.
  2. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

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Katechesen von Papst Franziskus über Taufe und Firmung

Die Reihe «Taufe und Firmung» wird im Rahmen der Generalaudienzen zusammengefasst

L'Osservatore RomanoDie Taufe ist das erste und grundlegende Sakrament, das deswegen auch in engster Entsprechung zum katholischen Kirchenbegriff selbst verstanden werden muß. Es ist das Sakrament reinigender und heiligender Wiedergeburt (Jo 3,5; vgl. Ez 36,25f) im Geist und in der Gnade Jesu Christi durch die rechtlich-sakrale Eingliederung in die Kirche, in welcher das heilstiftende Leben Jesu Christi als der neue und zugleich ursprünglichste Anfang der in Adam gefallenen Menschheit schon seine unzerstörbare, sakramental-leibhaftige Gegenwart in der Welt gefunden hat. Diese Eingliederung in die sakramentale Leibhaftigkeit des Heils in den vom Geist Jesu beseelten und geheiligten Leib Jesu Christi, der die Kirche ist, ist unauslöschlich besiegelt (2 Kor 1,21f: Eph 4, 30) durch den Taufcharakter (sakramentaler Charakter), aufgrund dessen die Taufe nicht wiederholt werden kann. So verstanden, ist die Eingliederung in die Kirche auch die erste grundlegende Wirkung der Taufe (vgl. Kirchengliedschaft), zugleich aber (unter Voraussetzung der hinreichenden Disposition) das Medium zur Erlangung der Fülle der Taufgnade: der rechtfertigenden Erneuerung des alten Menschen (Eph 4,22; Kol 1,10) in innerer Vergöttlichung und Angleichung an Tod und Auferstehung Jesu Christi (Röm 6), kraft seines in der und durch die Kirche gegenwärtigen Geistes, der darin erwirkten Tilgung aller Sünden und Nachlassung aller ewigen und zeitlichen Sündenstrafen (Eph 5,26). „Katechesen von Papst Franziskus über Taufe und Firmung“ weiterlesen

Kleine christliche Herde in grosser islamischen Republik

Msgr. Martin Happe, Bischof von Mauretanien, besucht zwischen dem 13. und 22. April 2018 die Schweiz

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Die Kirche von Rosso, Mauretanien

Der deutschstämmige Martin Happe wirkt seit 1995 als Vorsitzender des einzigen Bistums in der Islamischen Republik Mauretanien. Dort bekennen sich 99.5 Prozent der Bevölkerung zum Islam, wogegen nur etwa 5000 Katholiken in sechs Pfarreien leben. Zusammen mit dem Bischof kümmern sich dreizehn Priester und 44 Ordensangehörige um die Gläubigen. Die römisch-katholische Kirche engagiert sich stark in sozialen und karitativen Projekten, in Kindergärten, in Ausbildungsstätten für Strassenkinder und für alleinerziehende Mütter. Der kleinen christlichen „Herde“ gehören vorwiegend Ausländer an, sogenannte Gastarbeiter aus Europa, Südamerika oder aus afrikanischen Nachbarstaaten. „Kleine christliche Herde in grosser islamischen Republik“ weiterlesen

Wir feiern Weihnachten

Bild: Louis A. Venetz (https://www.ifit.ch)

Jesus kam in der Armseligkeit eines Stalles zur Welt, in einer unbegüterten Familie

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Karl Rahner, Jesuit und Theologe 1904 – 1984

Der grosse Theologe und spirituelle Lehrer Karl Rahner hat wie kaum ein anderer in immer neuen Anläufen und neuen Perspektiven die Frage zur Sprache gebracht, wie wir Gott erfahren können. Und unermüdlich hat er betont, dass jeder Mensch grundsätzlich für eine solche Erfahrung offen ist, denn er lebt „mit den Sandkörnern des Strandes beschäftigt, am Rand des unendlichen Meeres des Geheimnisses …“. Seine Reden und Betrachtungen nehmen den Hörer und den Leser mit auf den Weg zu Knotenpunkten menschlicher Existenz wie Liebe, Einsamkeit und Tod und regen an, in diesen Erfahrungen alltäglicher Existenz leise, aber unausweichlich die Anwesenheit des geheimnisvollen Gottes zu erfahren und zu erspüren. «Wir sind grundsätzlich und immer unterwegs. Wir sind immer diejenigen, die nochmals weiterfragen können.» Für Rahner heisst das, wir können auf dieses Geheimnis zugehen, wir können es anreden, wir können beten.

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Jahr des Glaubens

L'Osservatore Romano

Ereignisse, Katechesen und Schreiben der römisch-katholischen Kirche

Bild: http://www.kirche-in-not.ch
Ein Kappellenboot in Russland

Das Jahr des Glaubens dauerte vom 11. Oktober 2012 bis zum 24. November, dem Christkönigssonntag 2013. Der 11. Oktober war zugleich der 50. Jahrestag des Beginns des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962) und ebenso der 20. Jahrestag des Erscheinens des Weltkatechismus (1992). Nach den Worten von Papst Benedikt XVI. ist die eigentliche Aufgabe der Kirche die Glaubensverkündigung. Sie dürfe sich durch die Abgrenzung von Politik und Staat nicht davon abbringen lassen. Ihr Wirken könne sich nicht allein darin erschöpfen, den Menschen die “rechte Trennung” von politischer und religiöser Sphäre in Erinnerung zu rufen, sagte der Papst. “Die Mission der Kirche ist wie jene Christi, wesentlich über Gott zu sprechen”, betonte Benedikt XVI. am Sonntag, 16. Oktober 2011 bei einer “hl. Messe zur Neuevangelisierung” im Petersdom. Diesen Auftrag gelte in besonderer Weise gegenüber Christen, die ihre eigene Identität verloren hätten. Die Aufforderung Jesu, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist, und Gott zu geben, was Gott gehört, dürfe nicht politisch reduziert werden, sondern sei in diesem größeren, anthropologischen Zusammenhang zu sehen. Zur gleichen Zeit kündigte der Papst ein Apostolisches Schreiben “Porta fidei” über die Beweggründe, die Ziele und die Leitlinien dieses Jahres an. Die folgenden blauen Links beim Datum in der Tabelle sind sog. Hotlinks, bei denen beim Drüberfahren mit der Maus der Titel des Blog-Artikels eingeblendet wird. „Jahr des Glaubens“ weiterlesen

Ohne Liebe nützen Sakramente und Charismen nichts, ohne Liebe des Heiligen Geistes keine Einheit

42. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoIm Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit euch. Und mit deinem Geiste. Zu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus ersten Korintherbrief (vgl. 1 Kor 13, 1-2): Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Wort des lebendigen Gottes. … Liebe Brüder und Schwestern, im Glaubensbekenntnis weist der Ausdruck „Gemeinschaft der Heiligen“ auch auf Gemeinschaft an den heiligen Dingen, an den geistigen Gütern hin. Dies geschieht auf dreifache Weise:

Erstens ist es eine Gemeinschaft an den Sakramenten, in denen wir nicht nur Christus begegnen, sondern auch seinem geheimnisvollen Leib, der Kirche, eingefügt werden. Jede Begegnung mit Christus, der uns das Heil schenkt, lädt uns ein aufzubrechen und ihn den Menschen sichtbar zu machen. Die Sakramente leiten uns an, missionarisch zu wirken. Zweitens haben wir hier eine Gemeinschaft an den Charismen. Der Heilige Geist vermittelt besondere Gnaden, um damit vielen Gutes zu tun. Wir alle sind aufgerufen, diese Gaben in uns und in den anderen zu achten, um sie als Anregung für ein fruchtbares Wirken der Kirche aufzunehmen. Der dritte grundlegende Aspekt an den heiligen Dingen ist die Gemeinschaft der Liebe.

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Hab keine Angst, dich als Sünder vom Heiligen Geist lieben, reinigen, heiligen und führen zu lassen

37. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoIm Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit euch. Und mit deinem Geiste. Zu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Epheser (siehe auch Eph 5,25-27): … Christus hat die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen. So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos. Wort des lebendigen Gottes. Dank sei Gott. Liebe Brüder und Schwestern, ein weiteres Merkmal der Kirche, das wir auch im Credo bekennen, ist die Heiligkeit. Die Kirche ist heilig, weil sie von Gott kommt, der selbst der Heilige ist, der ihr treu ist und sie nicht verlässt.

Die Kirche ist heilig, weil Christus sich für sie hingegeben hat und auf untrennbare Weise mit ihr verbunden ist. Sie ist heilig, weil sie vom Heiligen Geist geleitet, gereinigt, erneuert und verwandelt wird. Die heilige Kirche umfasst in ihrem Schoss Sünder, sie besteht aus uns sündigen Menschen, sie weist niemanden zurück, sondern will, dass alle Menschen umkehren und so Gottes Erbarmen und Vergebung erfahren. In der Kirche können alle den Weg der Heiligkeit gehen, denn sie lässt uns Christus begegnen in den Sakramenten, vor allem in der Beichte und in der Eucharistie.

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Antriebe und Eingebungen des göttlichen Geistes

Bild: L'Osservatore Romano Nr. 35 vom 31. August 2012

Praktische Regeln zur Erkenntnis und Unterscheidung der Geister von Kardinal Johannes Bona (1609-1674)

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Praktische Regeln zur Erkenntnis der Antriebe und Eingebungen des göttlichen Geistes von von Kardinal Johannes Bona (1609-1674)

Sechs Geister gibt es, die man in drei zusammenfassen kann, in den göttlichen, teuflischen und menschlichen. Der göttliche Geist ist eine innere Anregung der Seele oder eine Eingebung, die von Gott kommt und zur Tugend und Heiligkeit antreibt. Diese göttliche oder innere Anregung oder Einsprechung kann auf verschiedene Art geschehen. Sie kann unmittelbar von Gott kommen oder mittelbar. Mittelbar ist sie, wenn sie uns durch die Engel oder durch fromme Menschen, durch die Stimme des Gewissens, durch gute Beispiele, geistliche Lesung, durch Leiden und Widerwärtigkeiten usw. zukommt. Es wäre eine sehr schlimme und gefährliche Unwissenheit, wenn wir die gute Einsprechung von der bösen nicht unterscheiden könnten.

Die göttliche Gnade lehrt uns, den guten von dem bösen Geist unterscheiden. Durch dieses Licht erleuchtet, haben uns die heiligen Väter und Geisteslehrer einige Kennzeichen an die Hand gegeben. Solche sind: „Antriebe und Eingebungen des göttlichen Geistes“ weiterlesen

Aus dem Glaubensbekenntnis: Von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten

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21. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoDas Sprechen vom Jüngsten Gericht ist kein Grund, Angst zu haben oder zu machen. Mit diesem Gedanken erläuterte Papst Franziskus am Mittwoch, 24. April, bei der Generalaudienz einen weiteren Vers des Glaubensbekenntnisses. Der Petersplatz war wieder übervoll, der Platz davor auch, und die Menschen standen bis weit in die breite Zugangsstraße, die Via della Conciliazione hinein, um den Papst zu hören und zu sehen. „Von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten“: Dieser Vers des Glaubensbekenntnisses war das Thema der Katechese des Papstes. Er drücke die Spannung aus, die in der Welt sei: Sie habe begonnen mit der Schöpfung des Menschen nach Gottes Antlitz und sie ende im jüngsten Gericht.

„Die beiden Pole der Geschichte werden leicht vergessen, und vor allem der Glaube in die Wiederkunft Christi und das Gericht, er ist oft nicht klar und wird in den Herzen der Gläubigen übergangen. Jesus selber hat während seines öffentlichen Auftretens immer wieder von der Wirklichkeit seines Wiederkommens gesprochen.“

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