Katechesen von Papst Franziskus zur Apostelgeschichte

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Die Reihe «Apostelgeschichte» wird im Rahmen der Generalaudienzen zusammengefasst

Am 29. Mai 2019 begann Papst Franziskus eine neue Katechesereihe, die uns durch die Apostelgeschichte führen soll. Dieses Buch der Bibel, das vom Evangelisten Lukas geschrieben wurde, berichtet uns von der Reise – von einer Reise: Aber von welcher Reise? Von der Reise des Evangeliums in die Welt, und es zeigt uns die wunderbare Verbindung zwischen dem Wort Gottes und dem Heiligen Geist, die die Zeit der Evangelisierung einläutet. Die Hauptakteure der Apostelgeschichte sind ein lebendiges und wirkkräftiges »Paar«: das Wort Gottes und der Heilige Geist. Gott »sendet seinen Spruch zur Erde« und »in Eile läuft sein Wort dahin«, heißt es im Psalm 147,15. Das Wort Gottes läuft, es ist dynamisch, es bewässert jeden Boden, auf den es fällt. Und was ist seine Kraft? Der heilige Lukas sagt uns, dass das menschliche Wort nicht durch die Rhetorik, die Kunst des schönen Redens, wirkkräftig wird, sondern durch den Heiligen Geist, der die »dynamis« Gottes ist: die Dynamik Gottes, seine Kraft, die die Macht hat, das Wort zu reinigen, es zur Lebensspenderin zu machen.

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Jahr des Glaubens

L'Osservatore Romano

Ereignisse, Katechesen und Schreiben der römisch-katholischen Kirche

Bild: http://www.kirche-in-not.ch
Ein Kappellenboot in Russland

Das Jahr des Glaubens dauerte vom 11. Oktober 2012 bis zum 24. November, dem Christkönigssonntag 2013. Der 11. Oktober war zugleich der 50. Jahrestag des Beginns des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962) und ebenso der 20. Jahrestag des Erscheinens des Weltkatechismus (1992). Nach den Worten von Papst Benedikt XVI. ist die eigentliche Aufgabe der Kirche die Glaubensverkündigung. Sie dürfe sich durch die Abgrenzung von Politik und Staat nicht davon abbringen lassen. Ihr Wirken könne sich nicht allein darin erschöpfen, den Menschen die “rechte Trennung” von politischer und religiöser Sphäre in Erinnerung zu rufen, sagte der Papst. “Die Mission der Kirche ist wie jene Christi, wesentlich über Gott zu sprechen”, betonte Benedikt XVI. am Sonntag, 16. Oktober 2011 bei einer “hl. Messe zur Neuevangelisierung” im Petersdom. Diesen Auftrag gelte in besonderer Weise gegenüber Christen, die ihre eigene Identität verloren hätten. Die Aufforderung Jesu, dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist, und Gott zu geben, was Gott gehört, dürfe nicht politisch reduziert werden, sondern sei in diesem größeren, anthropologischen Zusammenhang zu sehen. Zur gleichen Zeit kündigte der Papst ein Apostolisches Schreiben “Porta fidei” über die Beweggründe, die Ziele und die Leitlinien dieses Jahres an. Die folgenden blauen Links beim Datum in der Tabelle sind sog. Hotlinks, bei denen beim Drüberfahren mit der Maus der Titel des Blog-Artikels eingeblendet wird. „Jahr des Glaubens“ weiterlesen

Hab keine Angst, dich als Sünder vom Heiligen Geist lieben, reinigen, heiligen und führen zu lassen

37. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoIm Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit euch. Und mit deinem Geiste. Zu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Epheser (siehe auch Eph 5,25-27): … Christus hat die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen. So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos. Wort des lebendigen Gottes. Dank sei Gott. Liebe Brüder und Schwestern, ein weiteres Merkmal der Kirche, das wir auch im Credo bekennen, ist die Heiligkeit. Die Kirche ist heilig, weil sie von Gott kommt, der selbst der Heilige ist, der ihr treu ist und sie nicht verlässt.

Die Kirche ist heilig, weil Christus sich für sie hingegeben hat und auf untrennbare Weise mit ihr verbunden ist. Sie ist heilig, weil sie vom Heiligen Geist geleitet, gereinigt, erneuert und verwandelt wird. Die heilige Kirche umfasst in ihrem Schoss Sünder, sie besteht aus uns sündigen Menschen, sie weist niemanden zurück, sondern will, dass alle Menschen umkehren und so Gottes Erbarmen und Vergebung erfahren. In der Kirche können alle den Weg der Heiligkeit gehen, denn sie lässt uns Christus begegnen in den Sakramenten, vor allem in der Beichte und in der Eucharistie.

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Lieben wir die Kirche wie die eigene Mutter – mit ihren Schwächen und Fehlern?

https://www.hallo-eltern.de/kind/darum-solltest-du-dich-oefter-bei-deinen-kindern-entschuldigen/

34. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoLiebe Brüder und Schwestern, mit einem schon bei den Kirchenvätern beliebten Bild, beschreibt das Zweite Vatikanische Konzil die Kirche als Mutter. Die Kirche ist unsere Mutter im Glauben. In der Taufe werden wir von der Kirche als Kinder Gottes geboren. In der Kirche und durch die Kirche erhalten wir das Geschenk des Glaubens. Wir gehören nicht rein äusserlich oder formal der Kirche an, sondern es besteht ein lebendiges Band wie zwischen einer Mutter und ihrem Kind. Ebenso begleitet und nährt die Mutter Kirche das Wachstum unseres Lebens aus dem Glauben, indem sie uns das Wort Gottes weitergibt und die Sakramente spendet. Schliesslich wird die Kirche selbst wiederum von der Gesamtheit der Gläubigen, von einem jeden von uns gebildet.

Daher haben wir alle, Hirten und gläubige Laien, teil an ihrer geistlichen Mutterschaft, d.h. wir sollen mitwirken, dass neue Christen zum Glauben geboren werden und das Evangelium verkündet wird. Unser Glaube muss fruchtbar sein. Wir müssen an der Mutterschaft der Kirche teilnehmen, damit das Licht Christi alle Enden der Erde erreicht.

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Wenn Christus nicht auferstanden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden

Bild: russischekirchebern.ch

31. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoLiebe Brüder und Schwestern, guten Tag! Heute (3. Juli 2013) nehmen wir die Katechesen im Rahmen des Jahres des Glaubens wieder auf. Im Credo, im Glaubensbekenntnis, wiederholen wir diesen Ausdruck: Am dritten Tage ist er auferstanden nach der Schrift und es ist genau das Ereignis, das wir jetzt feiern: Die Auferstehung Jesu, Zentrum der ganzen christlichen Verkündigung, bekannt und widerhallend von Beginn an, damit es bis zu uns gelange. Der heilige Paulus schreibt an die Christen in Korinth: Euch habe ich vor allen Dingen das übermittelt, was auch ich empfangen habe. Das heisst, dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, wie es in der Schrift steht, dass er begraben wurde und dass er auferstanden ist am dritten Tag nach der Schrift, und dass er Kephas erschienen ist und auch den Zwölf [1 Korinther 15,3-5].

Dieses kurze Glaubensbekenntnis verkündet genau das Ostergeheimnis mit den ersten Erscheinungen des Auferstandenen vor Petrus und den Zwölf Aposteln. Der Tod und die Auferstehung Jesu sind genau das Herz unserer Hoffnung.Ohne diesen Glauben an den Tod und die Auferstehung Jesu ist unsere Hoffnung schwach. Aber es wäre gar keine Hoffnung und deswegen sind der Tod und die Auferstehung Jesu das Herz unserer Hoffnung.

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Menschwerdung des ewigen Wortes Gottes ist das Werk von Vater, Sohn und Heiligem Geist

https://opusdei.org/de-ch/document/09-die-menschwerdung/

11. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Benedikt XVI.

http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de.html„Diese ersten Tage des neuen Jahres stehen noch ganz im Licht von Weihnachten.“ Das sagte Papst Benedikt XVI. am Mittwoch, 2. Januar 2013 bei seiner ersten Generalaudienz im neuen Jahr. „Wir schauen auf das Kind in der Krippe, dessen Geburt die Geschichte erneuert hat.“ Immer wieder tauche die Frage nach der Herkunft Jesu auf, so Benedikt, der diesem Thema erst kürzlich den dritten Band seines Werkes „Jesus von Nazareth“ gewidmet hat.

„Viele seiner Zuhörer erkannten ihn nicht als Messias, da sie zu wissen meinten, woher er stammt (vgl. Joh 7,27). Die Evangelien geben uns aber klar Auskunft, dass Jesus vom Vater, vom Himmel kommt.“

Er kommt, so formuliert der Papst, „aus dem Geheimnis Gottes“, und zwar auf andere Weise als ein Prophet oder Gottesgesandter. „Seine Herkunft aus dem Geheimnis Gottes wird besonders deutlich bei der Verkündigung des Engels an Maria: „Der Heilige Geist wird über dich kommen … Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden“ (Lk 1,35). Und deswegen bekennen wir im Credo: „Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria“.

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