Wie kann man im Heute zu seinen Mitmenschen von Gott sprechen?

7. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Benedikt XVI.

http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de.htmlIn der Katechese seiner Mittwochsaudienz vom 28. November 2012 hat sich Papst Benedikt XVI. der Frage gewidmet, wie man im Heute zu seinen Mitmenschen von Gott sprechen könne. Denn, so der Papst, man könne davon ausgehen, dass es bei den meisten Zeitgenossen zumindest „irgendwie“ ein Wissen um Gott gebe.

„Aber es besteht doch ein Dilemma zwischen diesem stillen Anspruch der göttlichen Wahrheit, der in uns da ist, und den vielfältigen Stimmen, die unsere Gesellschaft und unser tägliches Leben prägen. Von Gott sprechen heißt zunächst, sich darüber im Klaren sein, was wir den Menschen bringen, nämlich die Antwort auf die grundsätzliche Frage, auf das Warum und auf das Wie unseres Lebens. Deswegen brauchen wir einen vertrauten Umgang mit Gott im Gebet und durch das Betrachten der Heiligen Schrift. Es braucht eine Leidenschaft für die Sache des Herrn und zugleich die Demut der kleinen Schritte.

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An Gott zu glauben, ist vernünftig!

6. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Benedikt XVI.

http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de.htmlAn Gott zu glauben ist vernünftig: Das ist eine der Kernthesen von Papst Benedikt XVI. Am Mittwoch, 21. November 2012, hat er sie bei seiner Generalaudienz etwas näher ausgeführt. „Gott ist nicht etwas Widersinniges, das der Vernunft entgegensteht“: Das betonte der Papst vor den Pilgern und Besuchern aus dem deutschen Sprachraum. Zwar sei Gott ein Geheimnis „und in diesem Sinn dunkel“: „So wie wenn man in die Sonne schaut und zuerst Dunkelheit sieht. Aber es ist ein Geheimnis, das nicht irrational ist, sondern eine Überfülle an Sinn und Wahrheit, also die eigentliche Quelle des Lichts.“ Das Geheimnis Gottes kann der Vernunft zunächst einmal „dunkel erscheinen“, sagte Benedikt XVI.: „Aber der Glaube gibt uns gleichsam die Sehfähigkeit, sein Licht zu ertragen, es gebrochen in der Geschichte Gottes mit uns, dann als das wahre Licht zu erkennen.“ Gott selbst sei dem Menschen nahe gekommen und habe sich auf seine Maßstäbe eingelassen; er erleuchte „mit seiner Gnade die Vernunft“.

„Glaube, um zu verstehen; verstehe, um zu glauben, hat der heilige Augustinus aus der Erfahrung seines eigenen kurvenreichen Lebensweges gesagt. Er bezeugt einen Glauben, der die Vernunft öffnet und nicht tötet.“ Vernunft und Glaube seien „beide zusammen Bedingungen für das Verstehen von Gottes Wort und für das Verstehen unserer selbst“.

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Der Glaube ist eine Begegnung mit Gott, die den Menschen umwandelt

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5. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Benedikt XVI.

http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de.htmlDie Frohe Botschaft soll verbreitet werden – aber bitte mit Sanftmut und Respekt. Dazu mahnte der Papst am Mittwoch, 14. November 2012, bei der Generalaudienz in der „Aula Paolo VI“. Ihm sei bewusst, dass die Evangelisierung heutzutage vor allem im Westen schwieriger geworden sei, weil eine Mentalität verbreitet sei, die sich gegen die Botschaft der Kirche richte. Der Glaube sei aber kein System von Werten und Meinungen, sondern eine Begegnung mit Gott, fügte der Papst an. Eine Begegnung, die das Denken und Leben eines jeden Menschen umwandelt und den Glaubenden die Kraft der Liebe schenkt. In seiner Katechese ging er auf drei Wege ein, die den Christen die Möglichkeit geben, Gott zu erkennen:

„Es gibt den Weg über die Welt, über den Menschen und über den Glauben. Der heilige Augustinus lässt uns in einer Predigt (241, 2) die vielfältige Schönheit der Welt betrachten. Er fragte die Dinge: ′Was seid ihr?‘. Und sie alle sagen: ‚Schau mich nur an, ich bin schön, aber nicht aus mir selber heraus, sondern es gibt den, der mich geschaffen hat.‘ Erst wenn man auf ihn schaut, hat man die Wirklichkeit ergriffen.“

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Die Erfahrung menschlicher Liebe öffnet für Gott

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4. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Benedikt XVI.

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Em. Papst Benedikt XVI. im Advent 2012

Jeder Mensch trägt in sich ein Verlangen nach Gott. Daran erinnerte der Papst am Mittwoch, 7. November 2012, bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Unter den Tausenden Besuchern waren mindestens 5.000 Pilger aus Kroatien, die zu einer Dankeswallfahrt nach Rom gereist sind. Benedikt XVI. hatte vor einem Jahr die Adriarepublik besucht. Ihnen und all den anderen Pilgern erläuterte der Papst in seiner Katechese die Bedeutung der Gottessuche:

„Nur in Gott wird der Mensch die Wahrheit und das Glück finden, wonach er unablässig sucht, erinnert uns der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK 28). Dieses Verlangen kann der Mensch aber aus sich selbst nicht völlig befriedigen. Er sucht nach dem Absoluten, aber sein eigenes Streben ist zu schwach, um von sich aus ans Ziel zu kommen.“

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Glaube ist nur persönlich, wenn er gemeinschaftlich ist

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3. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Benedikt XVI.

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Em. Papst Benedikt XVI. im Advent 2012

Bei bedecktem Himmel und niedrigen Temperaturen hat der Papst am Mittwoch, 31. Oktober 2012, bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz seine Katechese-Reihe über den Glauben fortgeführt. Dabei fand er deutliche Worte für den ausufernden Individualismus der heutigen Zeit, der auch den Glauben betreffe – denn wenn der Glaube in die Privatsphäre verbannt werde, widerspreche dies der Natur des Glaubens selbst.

„Heute möchte ich von den Fragen ausgehen, ob der Glaube nur etwas Persönliches und Individuelles ist und ob wir ihn nur alleine leben. Ein Akt des Glaubens, der Richtungsänderung und Umkehr in unserem Leben ausdrückt, ist gewiss etwas Persönliches. Aber der Glaube, der in der Taufliturgie mit den Worten ′Ich glaube′ bekannt wird, ist nicht das Ergebnis eigener Überlegungen. Ich kann meinen Glauben nicht auf das private Gespräch mit dem Herrn reduzieren, sondern ich glaube in und mit der Kirche, der Glaube führt mich in die Gemeinschaft hinein. Unser Glaube kann nur dann wirklich persönlich sein, wenn er gemeinschaftlich ist.”

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Glaube heisst, der Liebe Gottes zu trauen

2. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Benedikt XVI.

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Em. Papst Benedikt XVI. im Advent 2012

Während der Generalaudienz vom Mittwoch, 24. Oktober 2012, setzte Papst Benedikt XVI. seine Katechese-Reihe zum Jahr des Glaubens auf dem Petersplatz fort. Sein Thema heute: Was heißt es heute zu glauben? Wörtlich sagte der Papst: „Der Glaube ist ein Geschenk, das Gott allen Menschen anbietet und das den Sinn gibt, den wir uns selber nicht geben können und den wir doch brauchen.“

„Oft scheint die spirituelle Wüste immer größer zu werden, und eine gewisse Kultur des Machbaren als des allein Gültigen lässt den Menschen im Tiefsten orientierungslos zurück. Es steigen Fragen auf: Welchen Sinn hat es zu leben? Ist es gut, ein Mensch zu sein? Gibt es eine Zukunft für den Menschen? Wir brauchen nicht nur technisches Können, wir brauchen auch Liebe, Sinn, Hoffnung, ein sicheres Fundament, das uns hilft zu leben. Dies gibt uns der Glaube.“

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Kirche ist Vermittler der Wahrheit

1. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Benedikt XVI.

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Em. Papst Benedikt XVI. im Advent 2012

Papst Benedikt XVI. hatte am Mittwoch, 17. Oktober 2012, bei der Generalaudienz eine neue Katechesen-Reihe begonnen. Er ging auf dem Petersplatz vor Tausenden von Zuhörern auf das Thema „Glaube“ ein. Im Jahr des Glaubens wolle er die kommenden Mittwochskatechesen nun diesem Thema widmen, so der Papst. Es gehe ihm darum, zu untersuchen:

„Was Glaube ist und wie wir glauben können; sowie die Freude darüber wieder wachrufen, dass wir Christus kennen und durch ihn Gott kennen. Die Kirche ist dazu da, dass sie uns hilft, Christus zu begegnen und so Gott selbst kennenzulernen. Dabei geht es nicht um die Begegnung mit einer Idee oder einem Programm, sondern mit einer lebendigen Person, die uns anrührt und innerlich umwandeln kann. Gott, der die Liebe ist, der sich in seinem Sohn für uns hingibt, zeigt uns, dass nur in der Liebe die Fülle des Menschseins besteht.“

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