Kategorien
Jahr des Glaubens Kirche

Apostolische Kirche – Berufung, Sendung, Frohbotschaft, Sakramente, Dienst und Zeugnis von Jesus Christus

39. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoIm Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit euch. Und mit deinem Geiste. Zu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus dem Brief des hl. Apostels Paulus an die Epheser (vgl. Eph 2,19-20): Brüder und Schwestern! Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes. Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst. Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. Es folgt zuerst eine Zusammenfassung der Katechese des Heiligen Vaters in deutscher Sprache: Liebe Brüder und Schwestern, im Glaubensbekenntnis bezeugen wir, dass die Kirche apostolisch ist. Damit bringen wir ihre tiefe, ursächliche Verbindung mit den Aposteln zum Ausdruck, jenen zwölf Jüngern, die Jesus zu sich gerufen, die er bei ihren Namen genannt und zur Verkündigung des Evangeliums ausgesandt hat.

Die Kirche ist apostolisch, weil sie auf die Predigt der Apostel gegründet ist, weil sie auf ihrem Zeugnis vom Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi aufbaut. Die Kirche bewahrt dieses Zeugnis und gibt es weiter. Auch deshalb nennen wir sie apostolisch. Der Schatz, der ununterbrochen weitergegeben wird, besteht vor allen Dingen in der Heiligen Schrift, im Glaubensbekenntnis, in den Sakramenten und im Dienst der Hirten. Schliesslich ist die Kirche apostolisch, weil alle ihre Glieder ausgesandt sind, das Evangelium in der Welt bekannt zu machen. Christus lädt uns alle ein, zu den Menschen zu gehen und ihnen die Freude der Frohen Botschaft zu bringen. …

Kategorien
Jahr des Glaubens Kirche

Wenn keine Harmonie ist, Kampf angesagt ist, das ist nicht Kirche – Kirche ist Einheit in Vielfalt

38. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoIm Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit euch. Und mit deinem Geiste. Zu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus dem Johannes Evangelium (vgl. Joh 17,20-23): Aber ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. … So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich. Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. Liebe Brüder und Schwestern, wir glauben die katholische Kirche. Was meint das Wort „katholisch“ im Glaubensbekenntnis? Es kommt aus dem Griechischen und besagt so viel wie „allgemein“, „allumfassend“.

Drei wesentliche Bedeutungen können helfen, die Katholizität der Kirche besser zu verstehen. Zunächst ist die Kirche der Ort, an welchem der ganze Glaube verkündet wird, und in ihr wird allen Menschen das Heil angeboten, das Christus gebracht hat. Zweitens bedeutet „katholisch“ auch „universal“. Die Kirche ist über die ganze Welt ausgebreitet und verkündet allen Menschen das Evangelium. Keiner ist ausgeschlossen. Und in jeder Pfarrei ist die ganze Kirche mit der Fülle der Gaben Christi mit dem gleichen Glauben und mit den gleichen Sakramenten gegenwärtig. So gehören wir selbst zu dieser grossen universalen Gemeinschaft. Und drittens ist die Kirche „katholisch“, weil sie sozusagen das Haus der Harmonie ist, wo Einheit und Verschiedenheit, gleich einer Symphonie, weil hier verschiedene Instrumente zusammenklingen und das Kunstwerk schaffen, nicht zueinander im Gegensatz stehen, sondern sich miteinander verbinden und einen Reichtum bilden.

Kategorien
Jahr des Glaubens Kirche

Hab keine Angst, dich als Sünder vom Heiligen Geist lieben, reinigen, heiligen und führen zu lassen

37. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoIm Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit euch. Und mit deinem Geiste. Zu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Epheser (siehe auch Eph 5,25-27): … Christus hat die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen. So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos. Wort des lebendigen Gottes. Dank sei Gott. Liebe Brüder und Schwestern, ein weiteres Merkmal der Kirche, das wir auch im Credo bekennen, ist die Heiligkeit. Die Kirche ist heilig, weil sie von Gott kommt, der selbst der Heilige ist, der ihr treu ist und sie nicht verlässt.

Die Kirche ist heilig, weil Christus sich für sie hingegeben hat und auf untrennbare Weise mit ihr verbunden ist. Sie ist heilig, weil sie vom Heiligen Geist geleitet, gereinigt, erneuert und verwandelt wird. Die heilige Kirche umfasst in ihrem Schoss Sünder, sie besteht aus uns sündigen Menschen, sie weist niemanden zurück, sondern will, dass alle Menschen umkehren und so Gottes Erbarmen und Vergebung erfahren. In der Kirche können alle den Weg der Heiligkeit gehen, denn sie lässt uns Christus begegnen in den Sakramenten, vor allem in der Beichte und in der Eucharistie.

Kategorien
Jahr des Glaubens Kirche

Die Mutter Kirche ist auf der ganzen Welt eine Einheit – mit all den vielen Sprachen und Kulturen

36. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoZu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Epheser (Eph 4,1-6): Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging. Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.

Liebe Brüder und Schwestern, im Credo bekennen wir die eine Kirche. Die Kirche auf der ganzen Welt, mit den vielen Sprachen und Kulturen, ist eine Einheit. Der eine Glaube, die gemeinsame Hoffnung, die eine Liebe, ein sakramentales Leben und das eine Amt von den Aposteln her, sind die Pfeiler, die diese Einheit der Kirche stützen und tragen. Überall sind wir in der Kirche zuhause, bilden wir die eine Familie Gottes. Die Kirche ist eine für alle. Sie dient nicht den Interessen von einzelnen, von Gruppen oder Nationen. Gott schenkt die Einheit.

Kategorien
Jahr des Glaubens Kirche

Wenn Christus nicht auferstanden ist, dann ist euer Glaube nutzlos und ihr seid immer noch in euren Sünden

31. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoLiebe Brüder und Schwestern, guten Tag! Heute (3. Juli 2013) nehmen wir die Katechesen im Rahmen des Jahres des Glaubens wieder auf. Im Credo, im Glaubensbekenntnis, wiederholen wir diesen Ausdruck: Am dritten Tage ist er auferstanden nach der Schrift und es ist genau das Ereignis, das wir jetzt feiern: Die Auferstehung Jesu, Zentrum der ganzen christlichen Verkündigung, bekannt und widerhallend von Beginn an, damit es bis zu uns gelange. Der heilige Paulus schreibt an die Christen in Korinth: Euch habe ich vor allen Dingen das übermittelt, was auch ich empfangen habe. Das heisst, dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, wie es in der Schrift steht, dass er begraben wurde und dass er auferstanden ist am dritten Tag nach der Schrift, und dass er Kephas erschienen ist und auch den Zwölf [1 Korinther 15,3-5].

Dieses kurze Glaubensbekenntnis verkündet genau das Ostergeheimnis mit den ersten Erscheinungen des Auferstandenen vor Petrus und den Zwölf Aposteln. Der Tod und die Auferstehung Jesu sind genau das Herz unserer Hoffnung.Ohne diesen Glauben an den Tod und die Auferstehung Jesu ist unsere Hoffnung schwach. Aber es wäre gar keine Hoffnung und deswegen sind der Tod und die Auferstehung Jesu das Herz unserer Hoffnung.