Kategorien
Kirche Kultur und Gesellschaft

Kollekte für Projekt «Ein Tropfen Milch» in Aleppo

Schweizer Jugendbischof Alain de Raemy in Luzern am Gedenkgottesdienst von «Kirche in Not (ACN)»

Kinder- und Jugendchor St. Anton St. Michael Luzern

In der Jesuitenkirche Luzern fand am Sonntag, 19. Januar 2020, um 10.00 Uhr der Gedenkgottesdienst für den 2003 verstorbenen Gründer des Hilfswerks «Kirche in Not (ACN)», Pater Werenfried van Straaten, und die verfolgten Christen, statt. Hauptzelebrant der Hl. Messe war der Schweizer Jugendbischof Alain de Raemy. Der bekannte Luzerner Kinder- und Jugendchor St. Anton/St. Michael, unter der Leitung von Thomas Walpen umrahmt den Gottesdienst musikalisch.

Syria, Aleppo, East Al Midan, 14. December 2016 On Wednesday, a ceasefire agreement entered into force for the fiercely contested Syrian city of Aleppo. However media reports speak of continued fighting and violence directed against the civil population by Pro-Syrian forces.

Pater Werenfried hat in seinem Leben rund 3,6 Mrd. Schweizer Franken gesammelt – viele davon mit seinem legendären Hut – und gilt als einer der „grössten Bettler des 20. Jahrhunderts“. Ende 1947 rief er als junger Pater in einem Zeitungsartikel in Belgien zur Hilfe für die im Elend lebenden Deutschen auf. Trotz des teils grossen Unverständnisses über seinen Hilfs-Appell für den ehemaligen Kriegsgegner, erwies sich sein Aufruf als Erfolg. Damit beginnt die erfolgreiche Geschichte des Hilfswerks. Der Aufruf zur Versöhnung und Solidarität im Namen des Evangeliums bilden bis heute die Grundwerte des Hilfswerks. Im Sinn des Gründers unterstützt «Kirche in Not (ACN)» jedes Jahr mehr als 5000 Projekte in Ländern wie Pakistan, Nigeria, Irak, Kirgistan oder auch Syrien, in denen es Christen alleine ihrer Glaubenszugehörigkeit wegen schwer haben. Eines der Schwerpunktländer bildet nach vor Syrien, wo wir den Christen in ihrem Alltag beistehen. Aktuell werden dort 108 Projekte unterstützt, unter anderem auch das Projekt „Ein Tropfen Milch“ in Aleppo, bei dem jeden Monat 2850 Kinder profitieren. Die Kollekte am Gedenkgottesdienst wird aus aktuellem Anlass für dieses Projekt aufgenommen.

Weih- und Jugendbischof Alain de Raemy

Bild: Bistum Freiburg-Lausanne-Genf
Weih – und Jugendbischof Alain de Raemy (Bild: Bistum Freiburg-Lausanne-Genf)

2013 wurde Alain de Raemy zum Weihbischof vom Bistum Lausanne, Genf und Freiburg ernannt und seit März 2018 wirkt er auch als Schweizer Jugendbischof. Er ist am 10. April 1959 in Barcelona geboren. Sein Vater war Freiburger und seine Mutter Walliserin. Alain de Rae­my absolvierte seine Schulzeit in Barcelona und Engelberg. An der Universität Freiburg studierte er Philosophie und Theologie. Er empfing die Priesterweihe in Freiburg am 25. Oktober 1986. Alain de Raemy wirkte in verschiedenen Pfarreien der französischen Schweiz als Seelsorger ehe ihn weitere Studien nach Rom führten. Zurück in der Schweiz wirkte er als Pfarrer und Domherr in der Kathedrale Sankt-Nikolaus in Freiburg. Am 1. September 2006 ernannte ihn der Vatikan zum Kaplan der Päpstlichen Schweizergarde. Die Anliegen des Hilfswerks «Kirche in Not (ACN)» für die armen, bedrängten und verfolgten Christen liegen ihm sehr am Herzen: «Dank Ihrer Solidarität kann «Kirche in Not (ACN)» vor allem auch den bedrängten und Not leidenden jungen Christen weltweit viel Gutes tun. Gerade diese jungen Menschen sind es, die uns am Herzen liegen!»

19.01.2020 – Am Gedenkgottesdienst in der Luzerner Jesuitenkirche von «Kirche in Not (ACN)» für seinen Gründer, Pater Werenfried van Straaten, und die 200 Mio. verfolgten Christen, war Alain de Raemy Hauptzelebrant und Prediger. Der Weihbischof des Bistums Lausanne-Genf-Freiburg (LGT) und Schweizer Jugendbischof fühlte sich sehr wohl in Luzern.

Spenden mit Vermerk «Syrien» können gerichtet werden an:

www.kirche-in-not.ch

Kirche in Not
Aide à l’Église en Détresse
Aid to the Church in Need

ACN          SCHWEIZ   LIECHTENSTEIN

Cysatstrasse 6, 6004 Luzern, Telefon 041 410 46 70
E-Mail: mail@kirche-in-not.ch; Internet: www.kirche-in-not.ch

Postkonto 60-17200-9
IBAN CH55 0900 0000 6001 7200 9

Weitere Hinweise und Quellen