Grosses Interesse an Spiritualität und geistlichen Werten in Lettland

Erzbischof Zbigņevs Stankevičs aus Riga weilt vom 14. bis 16. Juni 2019 in der Schweiz

Erzbischof Zbigņevs Stankevičs, Riga, Lettland

Zbigņevs Stankevičs, geboren 1955, wurde in der St.-Jakobs-Kathedrale zu Riga am 8. August 2010 zum Bischof geweiht. Als Erzbischof von Riga ist er auch Metropolit der drei übrigen lettischen Bistümer Liepāja, Rēzekne-Aglona und Jelgava. Er liess sich am Polytechnischen Institut in Riga zum Ingenieur ausbilden. Anschliessend arbeitete er als Spezialist für automatische Steuersysteme zwischen 1978 und 1990 auf einer Werft. Doch die Sehnsucht nach Gott wuchs kontinuierlich in ihm, weshalb er im polnischen Lublin katholische Theologie studierte. Die Priesterweihe empfing er 1996. Nach verschiedenen Stationen in der Seelsorge und in der Forschung im In- und Ausland wurde er schliesslich zum Erzbischof von Riga ernannt. Er spricht gut Deutsch.

Die Katholiken stellen mit einem Anteil von 19,5 Prozent unter den Einwohnern des Landes die zweitgrösste christliche Glaubensgemeinschaft nach den evangelisch-lutherischen Christen, die 22 Prozent ausmachen. Auf Einladung von «Kirche in Not» informiert er in verschiedenen Pfarreien der Schweiz in Predigten und Vorträgen über die Situation der katholischen Kirche Lettlands.

Die drei EU-Länder auf dem Baltikum: Lettland, Litauen und Estland

Der Begriff Baltikum umfasst die drei Länder Litauen, Lettland und Estland. Die Staaten erstrecken sich über ein Gebiet von 175’015 km² und es leben dort mehr als 6 Millionen Menschen. Lettland, Litauen und Estland traten 2004 der Europäischen Union bei. Am 1. Januar 2014 trat Lettland als 18. Mitglied der Eurozone bei und führte auf Anfang 2015 den Euro als Landeswährung ein. Die starke Ausrichtung auf die EU ist für die baltischen Staaten charakteristisch, dies als Reaktion auf die Fremdbestimmung durch ausländische Mächte in den vergangenen Jahrzehnten. Die Länder erlangten 1990 ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion.

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Ein Projekt der Dominikanerinnen in Liepaja

Während sich in Litauen 80% der Bewohner als katholisch bezeichnen, sind es in Lettland knapp ein Fünftel und in Estland weniger als 1%. In Lettland gibt es 316 Pfarrgemeinden, in denen sich 140 Priester und 115 Ordensschwestern um das Seelenheil der Gläubigen kümmern. Seit der Unabhängigkeit des Landes wurden 40 katholische Kirchen neu gebaut, oft mit Mitteln von «Kirche in Not». Obwohl die lettische Gesellschaft säkular ist und der Konsum auf viele eine grosse Anziehung hat, gibt es ein Interesse an Spiritualität und geistlichen Fragen. Die katholische Kirche bringt sich mit ihren Werten und Angeboten in die Gesellschaft ein, was für Erzbischof Stankevičs wichtig ist: “Es gibt in Lettland viele Obdachlose, Drogensüchtige und Alkoholabhängige. Bei meiner Einführung als Bischof habe ich daher die Priester meines Bistums gebeten, Caritas-Gruppen in ihren Pfarrei zu gründen. Langsam beginnt diese Arbeit Früchte zu tragen.”

Erzbischof Zbigņevs Stankevičs freut sich, Sie in der Schweiz persönlich zu begrüssen zu dürfen! «Kirche in Not» unterstützt Projekte im Baltikum (Litauen, Lettland und Estland) jährlich mit rund 160‘000 Schweizer Franken.

Spenden mit Vermerk «Lettland» können gerichtet werden an:

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Kirche in Not
Aide à l’Église en Détresse
Aid to the Church in Need

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