Im Kampf gegen Armut, Korruption und für soziale Gerechtigkeit

Oblaten-Pater Miguel Fritz besucht vom 23.-26. Mai 2019 die Schweiz

Auf Einladung von «Kirche in Not» besucht der aus Deutschland stammende Oblaten-Pater Miguel Fritz die Schweiz. In verschiedenen Pfarreien feiert er vom 23.-26. Mai 2019 Gottesdienste und hält Vorträge über sein Wirken als Seelsorger in Paraguay. Er war in der Vergangenheit auch Generalvikar im Vikariat Pilcomayo, nahm Lehrtätigkeiten auf Spanisch und Guaraní an und war lange Zeit Seelsorger beim Volk der Nivaclé-Indios. Paraguay gilt als eines der ärmsten und korruptesten Länder Lateinamerikas. Kinder und Jugendliche werden vor allem auf dem Land zu wenig schulisch gebildet, jedes fünfte Kind verrichtet Kinderarbeit. Nur knapp jedes zweite Kind, das eine Schule besucht, erlangt einen Schulabschluss. In einem solchen Umfeld ist das Herausbilden einer Zivilgesellschaft schwierig. Die herrschende Elite hat kein Interesse, etwas daran zu ändern. Die katholische Kirche versucht mit ihren vielen Bildungseinrichtungen – auch in den entlegensten Regionen – möglichst vielen Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Auf Einladung von «Kirche in Not» besucht der aus Deutschland stammende Oblaten-Pater Miguel Fritz die Schweiz. In verschiedenen Pfarreien feiert er vom 23.-26. Mai 2019 Gottesdienste und hält Vorträge über sein Wirken als Seelsorger in Paraguay. Er war in der Vergangenheit auch Generalvikar im Vikariat Pilcomayo, nahm Lehrtätigkeiten auf Spanisch und Guaraní an und war lange Zeit Seelsorger beim Volk der Nivaclé-Indios.

Ureinwohner mit «Buen vivir» (Gutes Leben)

Ein Gottesdienst unter freien Himmel, Chaco, Paraguay

Als Miguel Fritz, geboren in Hannover, im Jahr 1985 nach Paraguay kam, herrschte noch immer Diktator Alfredo Stroessner. Dieser leitete die Geschicke des Landes zwischen 1954 und 1989. Papst Johannes Paul II. besuchte Paraguay 1988 und traf mit Ureinwohnern zusammen. Diese erklärten dem Papst: «Die Weissen haben uns unser Land weggenommen. Sie sehen in uns kulturlose Wilde. Doch wir sind die Zivilisierten und nicht die Siedler, die die Natur zerstören.» Und sie boten dem Papst an, ihre Erfahrungen des «Buen vivir» (Gutes Leben) in die katholische Lehre einzubringen. Für die Indigenen ist das Buen vivir – ein gleich gutes Leben für alle – die Lebensmaxime. Leider heisst es im Rest der Welt stattdessen «besser leben» für wenige, während der Grossteil der Gesellschaft ausgegrenzt wird.

Eine Ordensschwester mit dem landesüblichen Tereré, Chaco, Paraguay

Diese Überzeugungen, den Armen und Bedrängten zu helfen, zeigen sich auch beim 64jährigen Pater Miguel Fritz. Seit seiner Ankunft in Paraguay sind ihm die gesellschaftlich ausgegrenzten Indigenen besonders ans Herz gewachsen. In seinen mehr als 30 Jahren vor Ort, konnte er viel Gutes bewirken. Seit Anfang 2019 arbeitet er in der Pfarrei Fischat. Zur Rolle der Kirche im Land stellt er fest: „Wir als Kirche setzen uns dafür ein, dass die indigene Bevölkerung in allen Bereichen ein würdiges und gutes Leben führen können. Unser Einsatz ist uns nur möglich, da wir auf die Hilfe von «Kirche in Not» zählen können.

Spenden mit Vermerk «Paraguay» können gerichtet werden an:

www.kirche-in-not.ch

Kirche in Not
Aide à l’Église en Détresse
Aid to the Church in Need

ACN          SCHWEIZ   LIECHTENSTEIN

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