Seit Jahren unerträgliche Gewalt, Hunger und Krieg im Sudan

Der em. Bischof Macram Max Gassis besucht zwischen dem 10. und 18. August 2019 die Schweiz

Frauen und Kinder transportieren Material, Südsudan

Die Situation im Sudan ist seit Jahrzehnten für die Bewohner unerträglich. Gewalt, Hunger, Krieg gehören zum Alltag. Rund 1.6% der Bewohner der Diözese El Obeid sind Katholiken. Zum Bistum gehören auch Darfur und die Nuba-Berge. Seit 2007 sind in Darfur UN-Blauhelme stationiert, um die Zivilisten zu schützen. Auch in den Nuba-Bergen gibt es immer wieder Konflikte. Der sudanesische Langzeitdiktator Omar Hassan al-Baschir wurde zwar im April 2019 gestürzt. Seither ringen demokratische Kräfte und das Militär um die Vorherrschaft im Land. Momentan lässt sich nicht abschätzen, ob sich der Sudan in eine friedliche Zukunft entwickeln wird. Sicher ist, dass Bischof Gasssis alles daran setzen wird, dass der Übergang friedlich abläuft und die bis anhin herrschenden Ungerechtigkeiten zu einem Ende kommen. Bischof Gassis ist es, der seine Stimme den Stimmlosen gibt, die sonst nicht gehört werden: „Niemand interessiert sich wirklich für den Sudan, weil wir nichts zu geben haben. Aber wir haben Menschen, wir haben wundervolle Menschen.“

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Em. Bischof Macram Max Gassis aus dem Sudan

Macram Max Gassis wurde 1938 in Khartum, Sudan, geboren. Er studierte in England und Italien Theologie und wurde 1964 im italienischen Verona zum Priester geweiht. Danach wirkte er im Sudan. Die Gläubigen schätzten seine Art der Seelsorge sehr. Ende der 1980er-Jahre wurde er durch Papst Johannes Paul II. zum Bischof des Bistums El Obeid ernannt, das im muslimisch geprägten Sudan liegt und rund 20 Mal so gross wie die Schweiz ist. Papst Franziskus nahm im Oktober 2013 seinen altersbedingten Rücktritt als Bischof an. Bischof Gassis berichtet im August 2019 in der Schweiz über die schwierige Situation der Menschen im Sudan/Südsudan und über die Hilfe der Kirche vor Ort. Der Bischof freut sich, Sie persönlich zu treffen. Er wird Gottesdienste feiern und Vorträge halten. Der Bischof berichtet vom harten Alltag der Menschen in seiner Diözese und von der Unterstützung des Hilfswerks «Kirche in Not (ACN)» im Sudan und Südsudan. Er wird auch den Bürgerkrieg im Südsudan thematisieren.

Die Kirche als Hoffnungsschimmer

Eine Ordensschwester mit Kindern in einem Flüchtlingslager, Südsudan

«Kirche in Not» engagiert sich seit knapp 40 Jahren im Sudan und stellte der Kirche für ihre vielen Projekte im Jahr 2018 im Sudan 600 000 und im Südsudan 500 000 Schweizer Franken. zur Verfügung. Dieses Geld wird für die Ausbildung von Kindern, Bauprojekte, die Aus- und Weiterbildung von Priestern, Ordensleuten, Laien und zum Erwerb von Fahrzeugen verwendet. Knapp ein Drittel der Menschen sind unterernährt und knapp drei Viertel der über 15jährigen Analphabeten. Nebst Bildung und Essen fehlt es an Medikamenten, Krankenhäusern und Wohnungen. Südsudan erlangte seine Unabhängigkeit vom Sudan im Jahr 2011. Doch schon Ende 2013 brach ein Konflikt zwischen den Regierungstruppen und den vom ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar angeführten Rebellen aus. Seither gab es immer wieder Meldungen über ethnische Vertreibungen, Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen.

Spenden mit Vermerk «Sudan/Südsudan» können gerichtet werden an:

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Kirche in Not
Aide à l’Église en Détresse
Aid to the Church in Need

ACN          SCHWEIZ   LIECHTENSTEIN

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