{"id":85,"count":3,"description":"Die Firmung ist eines der sieben Sakramente des Neuen Bundes, das als Erg\u00e4nzung der Taufe anzusehen ist und wie diese und die Priesterweihe ein unausl\u00f6schliches Merkmal (siehe Charakter) einpr\u00e4gt. Zum biblischen Verst\u00e4ndnis ist die Theologie des Heiligen Geistes vorauszusetzen. Dieser wird dem schon Getauften - nach der biblischen Terminologie unter \"Bezeichnung\", \"Handauflegung\", \"Salbung\", \"Besiegelung\" - als eigene Gabe verliehen, die von der Gnade in Bekehrung und Taufe verschieden ist (vgl. Apg 8,12-17; 19,1-7) und die den Einzelnen teilnehmen l\u00e4\u00dft an der bleibenden prophetischen und charismatischen Pfingstgabe an die Kirche. Insofern n\u00e4mlich die Gnade Jesu Christi Gnade der Inkarnation ist und nicht nur die Gnade des Mitsterbens, wie sie in der Taufe den Einzelnen dem Gesetz des Todes und der S\u00fcnde entrei\u00dft, soll diese Gnade der Firmung die Annahme der Welt zur Verkl\u00e4rung in der Welt sichtbar machen (siehe Weltverantwortung). Somit ist Firmungsgnade im richtigen Sinn Gottes Gnade f\u00fcr die Kirche zur Sendung in die Welt und zur Ank\u00fcndigung ihrer verwandelnden Vollendung. Welche Funktionen dieser Gnade dem Einzelnen vordringlicher als sein besonderer Auftrag zuteil werden, das verf\u00fcgt Gott durch seine Berufung und die Austeilung der Charismen des Geistes, die nichts anderes sind als bevorzugte Entfaltungsrichtungen des einen und selben Geistes, den alle in der Firmung empfangen. Die Vermittlung dieses Geistes in der Firmung geschieht in der lateinischen Kirche unter dem schon in der apostolischen Zeit festliegenden Ritus der Handauflegung und der sp\u00e4ter (um das 3. Jahrhundert) erst aufkommenden Salbung mit Chrisam (hergestellt aus Oliven\u00f6l vermischt mit Balsam), verbunden mit den sakramentalen deutenden Worten. Ordentlicher (\"erstberufener\", II. Vatikanum, Kirche 26) Spender der Firmung ist der Bischof, in au\u00dferordentlichen F\u00e4llen auch (wie es in den \u00f6stlichen Kirchen die Regel ist) ein Priester. Als geeignetes Firmungsalter ist der Eintritt ins Jugendalter anzusehen (Schulentlassung, Weihe der Reife, Besiegelung der christlichen \"M\u00fcndigkeit\"), obwohl die Firmung jedem Getauften gleich welchen Alters g\u00fcltig gespendet werden kann. Liturgisch-historische Bem\u00fchungen gelten dagegen der Wiederherstellung des altchristlichen Initiationsprozesses in der Reihenfolge Taufe - Firmung - Eucharistie. kthW\r\n","link":"https:\/\/www.ifit.li\/?tag=firmung","name":"Firmung","slug":"firmung","taxonomy":"post_tag","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/tags\/85","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/tags"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/taxonomies\/post_tag"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts&tags=85"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}