{"id":79,"count":2,"description":"Apostel (griechisch apostolos = Gesandter) hei\u00dfen im Neuen Testament vor allem die Zw\u00f6lf, aber auch andere Missionare und Boten der Kirche (z.B. im Gebiet von Antiocheia), wobei die zweite Benennung wahrscheinlich die fr\u00fchere war. Im Sp\u00e4tjudentum ist der Gesandte eine feste Einrichtung mit dem Prinzip \"Der Gesandte (Beauftragte) ist wie der Sendende\". In den \u00e4lteren Paulusbriefen bezeichnet Paulus sich und seine Mitarbeiter als Apostel (1 Thess 2,7). Die Apostel haben den Auftrag Jesu, das Evangelium zu verk\u00fcnden; ein sp\u00e4teres Kriterium des Apostolates ist die Bezeugung der Auferstehung Jesu. Der Botschafterdienst wird in Verantwortung vor Gott im Geist Jesu Christi zum Heil der Menschen ausge\u00fcbt (R\u00f6m 2,4.11f). Die Apostelgeschichte betont die Sendung der Apostel durch Jesus; f\u00fcr sie sind nur die Zw\u00f6lf und Paulus Apostel. Von den Zw\u00f6lfen, die Jesus berief (Mk 3,14 mit Parallelen), wird in Mt 10,3 (Lk 9,2) berichtet, da\u00df Jesus sie aussandte, und Lk 6,13, da\u00df er sie Apostel nannte. Die Zw\u00f6lfzahl bedeutet den Anspruch Jesu auf die zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels, zu dem die Apostel auch prim\u00e4r gesandt wurden, um in Vollmacht die Basileia anzuk\u00fcndigen. Diese zu Lebzeiten Jesu befristete Funktion wird nach der Auferstehung durch die Gabe des Geistes zu einem Amt (Mt 28,18ff), das kollegial strukturiert und dessen Haupt Petrus ist (vgl. Mt 16,18f). F\u00fcr die Apostel als Zeugen Jesu Christi (zumal Augenzeugen des Auferstandenen) und als Fundament der Kirche gibt es wohl einen Fortbestand (dauernde G\u00fcltigkeit) ihrer einmaligen Funktionen (und darum in der Kirche die Pflicht zu deren Beh\u00fctung), aber in diesen Funktionen keine eigentliche Nachfolgerschaft, darum auch die DGL (Definierte Glaubenslehre, Dogma): Die Offenbarung ist der Kirche ganz und ausschlie\u00dflich durch die Apostel vermittelt \u00fcberkommen (DS 1501; NR 87f); theologisch sichere Lehre ist, da\u00df die \u00f6ffentliche Offenbarung mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen ist (DS 3421) und deshalb nur noch eine Dogmenentwicklung, nicht aber inhaltliche Erweiterung erfahren kann. Die katholische Theologie (eingehend das II. Vat., Kirche 18ff; Offb 18f) erkennt demgem\u00e4\u00df gegen\u00fcber der Einmaligkeit des Anfangs auch eine legitime Entfaltung des Apostelamtes (in jenen Funktionen der Apostel, die auch zum Fortbestand der Kirche notwendig sind) in den Diensten des Papstes und des Kollegiums der Bisch\u00f6fe, als des wirklichen Nachfolgers des Kollegiums der Apostel in der Leitung der Kirche, bei der Reinerhaltung und Auslegung der Offenbarung, die  schon im Neuen Testament grundgelegt ist (Apg 20,28; 1 Tim 4,14; 2 Tim 1,6). Siehe Apostolizit\u00e4t der Kirche. kthW","link":"https:\/\/www.ifit.li\/?tag=apostel","name":"Apostel","slug":"apostel","taxonomy":"post_tag","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/tags\/79","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/tags"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/taxonomies\/post_tag"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts&tags=79"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}