{"id":65,"count":15,"description":"Wenn Jesus an das Gebot: \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten\u201c (Mt 5,21) erinnert, fordert er den Frieden des Herzens und verurteilt die Unsittlichkeit des m\u00f6rderischen Zorns und des Hasses. Zorn ist ein Verlangen nach Rache. \u201eNach Rache zu verlangen zum Schaden dessen, der bestraft werden soll, ist unerlaubt; aber nach Rache zu verlangen zur Bestrafung der Laster und zur Bewahrung der Gerechtigkeit ist lobenswert\u201c (Thomas v. Aquin). Falls der Zorn so weit geht, da\u00df man den Mitmenschen absichtlich t\u00f6ten oder schwer verwunden m\u00f6chte, ist er eine schwere Verfehlung gegen die Liebe und damit eine Tods\u00fcnde. Der Herr sagt: \u201eJeder, der seinem Bruder auch nur z\u00fcrnt, soll dem Gericht verfallen sein\u201c (Mt 5,22). Willentlicher Ha\u00df verst\u00f6\u00dft gegen die Liebe. Ha\u00df gegen einen Mitmenschen ist eine S\u00fcnde, wenn man diesem absichtlich B\u00f6ses w\u00fcnscht. Er ist eine schwere S\u00fcnde, wenn man dem N\u00e4chsten wohl\u00fcberlegt schweren Schaden w\u00fcnscht. \u201eIch aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet f\u00fcr die, die euch verfolgen, damit ihr S\u00f6hne eures Vaters im Himmel werdet\u201c (Mt 5, 44\u201345). Damit das Menschenleben geachtet wird und sich entfalten kann, mu\u00df Friede sein. Friede besteht nicht einfach darin, da\u00df kein Krieg ist; er l\u00e4\u00dft sich nicht blo\u00df durch das Gleichgewicht der feindlichen Kr\u00e4fte sichern. Friede auf Erden herrscht nur dann, wenn die pers\u00f6nlichen G\u00fcter gesichert sind, die Menschen frei miteinander verkehren k\u00f6nnen, die W\u00fcrde der Personen und der V\u00f6lker geachtet und die Br\u00fcderlichkeit unter den Menschen gepflegt wird. Der Friede besteht in der \u201eRuhe der Ordnung\u201c (Augustinus). Er ist das Werk der Gerechtigkeit [vgl. Jes 32,17] und die Wirkung der Liebe. Der irdische Friede ist Abbild und Frucht des Friedens Christi, welcher der messianische \u201eF\u00fcrst des Friedens\u201c ist (Jes 9,5). Durch sein am Kreuz vergossenes Blut hat er \u201ein seiner Person die Feindschaft get\u00f6tet\u201c (Eph 2, 16) [vgl. Kol 1,20\u201322], die Menschen mit Gott vers\u00f6hnt und seine Kirche zum Sakrament der Einheit des Menschengeschlechts und dessen Vereinigung mit Gott gemacht. \u201eEr ist unser Friede\u201c (Eph 2, 14). Jesus nennt die \u201eselig, die Frieden stiften\u201c [Vgl. Mt 5,9]. Wer auf gewaltsame und blutige Handlungen verzichtet und zur Wahrung und Verteidigung der Menschenrechte Mittel einsetzt, die auch den Schw\u00e4chsten zur Verf\u00fcgung stehen, legt Zeugnis ab f\u00fcr die Liebe des Evangeliums, sofern dabei nicht die Rechte und Pflichten der anderen Menschen und der Gesellschaft verletzt werden. Er bezeugt zu Recht, welch schwerwiegende physische und moralische Gefahren der Einsatz gewaltsamer Mittel mit sich bringt, der immer Zerst\u00f6rungen und Tote hinterl\u00e4\u00dft. KKK 2302-2306","link":"https:\/\/www.ifit.li\/?tag=friede","name":"Friede","slug":"friede","taxonomy":"post_tag","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/tags\/65","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/tags"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/taxonomies\/post_tag"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts&tags=65"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}