{"id":28,"count":3,"description":"D\u00e4monen (von griechisch daimon = bei den griechischen Dichtern oft gut gesinnter Schutzgott, innere Stimme des Menschen) kennen die V\u00f6lker zu allen Zeiten in verschiedener Qualit\u00e4t, Rangh\u00f6he und M\u00e4chtigkeit des Wirkens. Der Begriff D\u00e4monen wird meist im engeren Sinn von \"Schadensgeistern\" verwendet. Solche werden auch vom Alten Testament als existierend vorausgesetzt, ohne da\u00df es ihnen eine besondere Bedeutung beim\u00e4\u00dfe. Konkret ausgemalt werden die D\u00e4monenvorstellungen im Sp\u00e4tjudentum (Hierarchie mit dem Teufel, Satan usw. als Anf\u00fchrer; Wirken als Verderber; Entstehung der D\u00e4monen durch einen Engelfall), die ihrerseits in den Grundz\u00fcgen ins Neue Testament eingehen, aber ganz ins Heilsgeschichtliche gewendet: die D\u00e4monen bilden ein Reich (Mk 3,22-26), das gegen die Basileia [griechisch = K\u00f6nigtum, Herrschaft] steht und sich in der Besessenheit manifestiert. Vgl. auch Gewalten und M\u00e4chte. Eine kirchliche Lehrentscheidung liegt im IV. Laterankonzil vor, wo radikal gesagt wird, da\u00df kein von Anfang an B\u00f6ses existiert, sondern da\u00df alles B\u00f6se endlich-zeitlich und aus der Freiheitsentscheidung der Kreatur entsprungen ist (DS 800; NR 918). In diesem Zusammenhang wird gesagt, der Teufel und die anderen D\u00e4monen  seien von Gott als von Natur aus gut erschaffen, aber aus sich heraus b\u00f6se geworden. Die Existenz von D\u00e4monen ist damit vorausgesetzt, nicht aber ausdr\u00fccklich gelehrt. Eine Erkl\u00e4rung der Glaubenskongregation von 1975 bezeichnet die Existenz des Teufels und der D\u00e4monen als Dogmatische Tatsache, also nicht als Dogma. Diese sparsamen Angaben verbieten es, in den D\u00e4monen (wie es die Volksfr\u00f6mmigkeit oft tut) gleich m\u00e4chtige Gegner Gottes zu sehen oder ihre Eigenart und ihr Wirken auszumalen. Angesichts des Ernstes der Heilsgeschichte w\u00e4re es untheologischer Unernst, im Teufel und den D\u00e4monen eine Art Spukgeister zu sehen, die sich in der Welt herumtreiben; vielmehr darf angenommen werden, da\u00df es sich bei ihnen gerade um die (nicht vom Menschen unabh\u00e4ngigen) M\u00e4chte der Welt handelt, insofern diese Welt eine Verweigerung gegen\u00fcber Gott und eine Versuchung f\u00fcr den Menschen ist. Damit ist die biblisch und lehramtlich (DS 3891; NR 890) festgehaltene Personalit\u00e4t der D\u00e4monen gegeben, da ja jede Wesensunordnung in der Welt personal realisiert ist; ebenso ihre Pluralit\u00e4t, die mit der qualitativen und regionalen Pluralit\u00e4t der Welt in Zusammenhang zu denken ist. Es ist ferner damit gegeben, da\u00df sie als Momente dieser Welt sich Gott gegen\u00fcber schuldhaft verschlie\u00dfen, worauf das Vergehen der Gestalt dieses Kosmos \u00e4tiologisch hinweist. Ihre Macht ist nach der \u00dcberwindung der S\u00fcnde durch Jesus Christus nur angema\u00dfter Schein (so real innerweltlich die Macht von Kriegen, Tyrannen usw. ist): sie sind entmachtet (Lk  10,18; Mt 12,28). kthW","link":"https:\/\/www.ifit.li\/?tag=daemonen","name":"D\u00e4monen","slug":"daemonen","taxonomy":"post_tag","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/tags\/28","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/tags"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/taxonomies\/post_tag"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts&tags=28"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}