{"id":163,"count":4,"description":"Wegen der universalen Geltung der Erl\u00f6sung in Jesus Christus und der gleichweiten Bestimmung der Kirche von Jesus Christus her hat die Kirche Pflicht und Recht zur \"Mission\", d.h. zur freien, den freien Glaubensgehorsam der Menschen anrufenden Predigt des Evangeliums als verst\u00e4ndlicher Wahrheit und als konkreter Liebe unter allen V\u00f6lkern und in allen geschichtlichen Situationen (Mt 28,19; II. Vatikanum, Kirche 16f 23ff 27, Miss. 6 29 35f u.\u00f6.).\r\nDie Mission ist als \u00f6ffentliche notwendig auch eine Ver\u00e4nderung der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse, hat aber keine unmittelbar sozialen und politischen Ziele, wird immer dem Widerspruch des s\u00fcndigen Menschen begegnen, nie einfach vollendet sein. Sie bedeutet durch die Erfahrung der F\u00fclle der Welt und des Menschen, die die Kirche dabei macht, auch einen positiven Beitrag f\u00fcr die Kirche selbst; indem sie in ihrer Mission der Pflicht der Akkommodation nachkommt, entfaltet sich ihre eigene Wirklichkeit reicher, sie wird, was sie ist, die universale Kirche (siehe Katholizit\u00e4t der Kirche). Akkommodation ist die Ber\u00fccksichtigung der geistigen Welt des H\u00f6rers in der Verk\u00fcndigung der christlichen Botschaft und somit in der lehrhaften Aussage des Offenbarungsgehaltes, und zwar bleibend und g\u00fcltig, nicht blo\u00df als vorl\u00e4ufiges Entgegenkommen gegen\u00fcber nichtchristlichen Kulturen. - Fr\u00fcher wurde die Notwendigkeit der Mission vom individuellen Heil des Einzelnen her gesehen und begr\u00fcndet. Heute kann man bei der Kenntnis der L\u00e4nge und Breite einer nichtchristlichen Menschheitsgeschichte und bei der theologisch richtigen Einsch\u00e4tzung der Macht des Heilswillens Gottes und der Erl\u00f6sung nicht mehr die Voraussetzung machen, da\u00df ein Gro\u00dfteil der Menschen vor Gott verlorengeht; umgekehrt l\u00e4\u00dft sich heute theologisch deutlicher und einsichtiger denken, wie ein Mensch, der nicht mit der expliziten Predigt des Evangeliums konfrontiert ist, auch sehr unthematisch vor eine eigentliche Glaubensentscheidung oder vor eine absolute sittliche Verpflichtung gestellt werden kann und in der Gnade Gottes darauf positiv zu seinem Heil reagieren kann (II. Vat., Kirche 16, Kirche\/Welt 22, Miss. 7). Trotz dieses Heilsoptimismus ist eine positive Sinngebung der Mission m\u00f6glich: die Gnade Gottes, die alle wirklich retten will, hat einen inkarnatorischen Charakter, sie will sich selbst in allen Dimensionen der menschlichen Existenz, also auch in der Geschichtlichkeit und Gesellschaftlichkeit des Menschen auswirken und darstellen, sie will  von ihrem eigentlichen Wesen her humanisierend, friedenstiftend und kirchenbildend sein. kthW\r\n","link":"https:\/\/www.ifit.li\/?tag=mission","name":"Mission","slug":"mission","taxonomy":"post_tag","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/tags\/163","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/tags"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/taxonomies\/post_tag"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts&tags=163"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}