{"id":121,"count":1,"description":"Wort Gottes hei\u00dft in dem von der Sache her gesehen urspr\u00fcnglichsten, von uns her \u00fcbertragensten Sinn der Logos, die zweite g\u00f6ttliche Person der Dreifaltigkeit. In ihm ist begr\u00fcndet und im h\u00f6chsten, einmaligen und absoluten Ma\u00df realisiert, da\u00df das Seiende aussagbar ist, sich seine \"Aussage\", sein \"Abbild\", sein \"Wort\" als Frucht seines geistigen Selbstbesitzes, als entgegengesetztes und behaltenes, selber setzen kann und nicht blo\u00df in dumpfer Identit\u00e4t in sich stecken bleibt. Vom Wort Gottes her also ist alle Worthaftigkeit f\u00fcr sich und andere (Aussagbarkeit, Gelichtetheit, Beisichsein) jedes Seienden in je dem wesentlich verschiedenen (analogen) Grad, der der Seinshaftigkeit des betreffenden Seienden entspricht, begr\u00fcndet. In ihm ist auch der letzte Grund der M\u00f6glichkeit, da\u00df Gott sich selbst aussagen kann (siehe Selbstmitteilung Gottes, Gnade, Anschauung Gottes, Offenbarung). Geschieht diese Selbstaussage Gottes im menschlichen Wort, dann ist das gegeben, was man schlechthin Wort Gottes nennt: die Botschaft der Propheten, Jesu, der Apostel, der Kirche, das Wort Gottes in der Heiligen Schrift. Wegen seiner Eigenart hat das menschliche Wort (siehe Begriff \"Wort\") die Potentia oboedientialis, Wort Gottes zu sein, ohne das Wort Gottes gleichsam zu depotenzieren und zu einem im Grunde doch blo\u00df menschlichen Wort zu machen, indem es den apriorischen Bedingungen der menschlichen Erkenntnis Untertan bleibt. Es wird durch  Gottes Tat und Verwendung in dreifacher Hinsicht Wort Gottes:\r\n\t\r\na) es wird von Gott durch einen charismatischen Einflu\u00df im Propheten so gebildet, da\u00df es das ausdr\u00fcckt, was Gott dem Menschen sagen will und Gott mit seiner Hilfe (mindestens in analoger Weise) alles sagen kann, weil das menschliche Wort als Wort des Geistes durch die Analogie des Seins grunds\u00e4tzlich keine innere Grenze hat, die gewisse Wirklichkeiten grunds\u00e4tzlich und f\u00fcr immer au\u00dferhalb seines Horizontes stellten.\r\n\r\nb) Es ist von der Gnade begleitet, so da\u00df der Vollzug seines glaubenden H\u00f6rens, weil getragen von der Gnade, das heisst letztlich von Gott selbst, dieses objektive Wort nicht in blo\u00df menschliche Apriorit\u00e4t der Erkenntnis einf\u00e4ngt und so zu einem blo\u00df menschlich geh\u00f6rten Wort macht.\r\n\r\nc) Es ist dadurch grunds\u00e4tzlich ein \"exhibitives\", wirksames Wort (am radikalsten in den Sakramenten), weil in der Gnade, die mit ihm verbunden ist, die Sache selbst, \u00fcber die geredet wird, sich gegenw\u00e4rtig setzt und zu eigen gibt. kthW","link":"https:\/\/www.ifit.li\/?tag=wort-gottes","name":"Wort Gottes","slug":"wort-gottes","taxonomy":"post_tag","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/tags\/121","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/tags"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/taxonomies\/post_tag"}],"wp:post_type":[{"href":"https:\/\/www.ifit.li\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fposts&tags=121"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}