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Jahr des Glaubens Kirche

Dass alle eins seien wie du Vater in mir und ich in dir (Joh 17, 21)

41. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoIm Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit euch. Und mit deinem Geiste. Zu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus dem Römerbrief (vgl. Röm 8, 26-27): So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können. Und Gott, der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist: Er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein. Wort des lebendigen Gottes. Liebe Brüder und Schwestern, der Ausdruck „Gemeinschaft der Heiligen“, den wir im Glaubensbekenntnis bezeugen, hat zwei Bedeutungen, die eng zusammenhängen, nämlich Gemeinschaft an den heiligen Dingen und Gemeinschaft der heiligen Personen. Heute wollen wir den zweiten Aspekt näher betrachten, der uns zeigt, dass es eine Gemeinschaft des Lebens gibt, zwischen allen, die durch Taufe zu Christus gehören, dem Ursprung des Heils.

Gemeinschaft der Heiligen bedeutet daher, in der Kirche, in Gemeinschaft mit Gott zu sein. Die Teilhabe an der Liebe Gottes lässt dann auch uns untereinander ein Herz und eine Seele werden. Überall, wo Menschen von der Liebe Gottes ergriffen sind, versuchen sie diese hinauszutragen. Das ist ein weiteres Merkmal der Gemeinschaft der Heiligen, nicht in sich verschlossen zu sein, sondern die Liebe mitzuteilen. Schliesslich reicht die Gemeinschaft der Heiligen bis ins Jenseits. Die auf der Erde Lebenden bilden mit den armen Seelen im Fegfeuer und mit den Heiligen im Paradies eine grosse Familie.

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Jahr des Glaubens Kirche

Apostolische Kirche – Berufung, Sendung, Frohbotschaft, Sakramente, Dienst und Zeugnis von Jesus Christus

39. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoIm Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit euch. Und mit deinem Geiste. Zu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus dem Brief des hl. Apostels Paulus an die Epheser (vgl. Eph 2,19-20): Brüder und Schwestern! Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes. Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlussstein ist Christus Jesus selbst. Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. Es folgt zuerst eine Zusammenfassung der Katechese des Heiligen Vaters in deutscher Sprache: Liebe Brüder und Schwestern, im Glaubensbekenntnis bezeugen wir, dass die Kirche apostolisch ist. Damit bringen wir ihre tiefe, ursächliche Verbindung mit den Aposteln zum Ausdruck, jenen zwölf Jüngern, die Jesus zu sich gerufen, die er bei ihren Namen genannt und zur Verkündigung des Evangeliums ausgesandt hat.

Die Kirche ist apostolisch, weil sie auf die Predigt der Apostel gegründet ist, weil sie auf ihrem Zeugnis vom Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi aufbaut. Die Kirche bewahrt dieses Zeugnis und gibt es weiter. Auch deshalb nennen wir sie apostolisch. Der Schatz, der ununterbrochen weitergegeben wird, besteht vor allen Dingen in der Heiligen Schrift, im Glaubensbekenntnis, in den Sakramenten und im Dienst der Hirten. Schliesslich ist die Kirche apostolisch, weil alle ihre Glieder ausgesandt sind, das Evangelium in der Welt bekannt zu machen. Christus lädt uns alle ein, zu den Menschen zu gehen und ihnen die Freude der Frohen Botschaft zu bringen. …

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Jahr des Glaubens Kirche

Wenn keine Harmonie ist, Kampf angesagt ist, das ist nicht Kirche – Kirche ist Einheit in Vielfalt

38. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoIm Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit euch. Und mit deinem Geiste. Zu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus dem Johannes Evangelium (vgl. Joh 17,20-23): Aber ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. … So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich. Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. Liebe Brüder und Schwestern, wir glauben die katholische Kirche. Was meint das Wort „katholisch“ im Glaubensbekenntnis? Es kommt aus dem Griechischen und besagt so viel wie „allgemein“, „allumfassend“.

Drei wesentliche Bedeutungen können helfen, die Katholizität der Kirche besser zu verstehen. Zunächst ist die Kirche der Ort, an welchem der ganze Glaube verkündet wird, und in ihr wird allen Menschen das Heil angeboten, das Christus gebracht hat. Zweitens bedeutet „katholisch“ auch „universal“. Die Kirche ist über die ganze Welt ausgebreitet und verkündet allen Menschen das Evangelium. Keiner ist ausgeschlossen. Und in jeder Pfarrei ist die ganze Kirche mit der Fülle der Gaben Christi mit dem gleichen Glauben und mit den gleichen Sakramenten gegenwärtig. So gehören wir selbst zu dieser grossen universalen Gemeinschaft. Und drittens ist die Kirche „katholisch“, weil sie sozusagen das Haus der Harmonie ist, wo Einheit und Verschiedenheit, gleich einer Symphonie, weil hier verschiedene Instrumente zusammenklingen und das Kunstwerk schaffen, nicht zueinander im Gegensatz stehen, sondern sich miteinander verbinden und einen Reichtum bilden.

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Hab keine Angst, dich als Sünder vom Heiligen Geist lieben, reinigen, heiligen und führen zu lassen

37. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoIm Namen des Vaters und Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit euch. Und mit deinem Geiste. Zu Beginn einer Generalaudienz wird immer eine Stelle aus der Heiligen Schrift vorgelesen, heute aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Epheser (siehe auch Eph 5,25-27): … Christus hat die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen. So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos. Wort des lebendigen Gottes. Dank sei Gott. Liebe Brüder und Schwestern, ein weiteres Merkmal der Kirche, das wir auch im Credo bekennen, ist die Heiligkeit. Die Kirche ist heilig, weil sie von Gott kommt, der selbst der Heilige ist, der ihr treu ist und sie nicht verlässt.

Die Kirche ist heilig, weil Christus sich für sie hingegeben hat und auf untrennbare Weise mit ihr verbunden ist. Sie ist heilig, weil sie vom Heiligen Geist geleitet, gereinigt, erneuert und verwandelt wird. Die heilige Kirche umfasst in ihrem Schoss Sünder, sie besteht aus uns sündigen Menschen, sie weist niemanden zurück, sondern will, dass alle Menschen umkehren und so Gottes Erbarmen und Vergebung erfahren. In der Kirche können alle den Weg der Heiligkeit gehen, denn sie lässt uns Christus begegnen in den Sakramenten, vor allem in der Beichte und in der Eucharistie.