Beten wir täglich dafür, dass der Heilige Geist uns immer mit seiner Wahrheit erleuchte, auch im Alltag!

24. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoWie der Heilige Geist in der Kirche und in jedem Menschen wirkt, darum ging es Papst Franziskus am Mittwoch, 15. Mai bei der Generalaudienz. Scharen von Pilgern füllten nicht nur den Petersplatz, sondern auch die davorliegende Via della Conciliazione. Erstmals fuhr Franziskus zu Beginn der Audienz mit seinem offenen Jeep sogar bis an den Rand des Platzes. Bei seiner Katechese über den Heiligen Geist erinnerte der Papst an seinen Vorgänger auf dem Stuhl Petri:

„Benedikt XVI. hat oft auf die Gefahr des Relativismus hingewiesen, einer Haltung, die meint, es gäbe nichts Sicheres, Wahrheit sei nur Produkt der Übereinstimmung oder des eigenen Willens. Schon der römische Statthalter Pilatus fragte Jesus: ‚Was ist Wahrheit?’ Er erkannte die Wahrheit nicht, und doch stand mit Jesus die menschgewordene Wahrheit vor ihm. Der Sohn Gottes ist für uns ‚Fleisch geworden’ (Johannes 1,14), hat unter uns gelebt, damit wir die Wahrheit in Person erkennen können.“

Diese Erkenntnis schenke der Heilige Geist den Menschen. Er führe sie „zur“ Wahrheit und „in“ die Wahrheit, indem er die Menschen innerlich erleuchte und belebe, so Franziskus. Wenn Gott die Menschen nicht innerlich erleuchte, sei ihr christliches Dasein immer nur oberflächlich. Dazu, wie das Licht des Heiligen Geistes in einem selbst zum Leuchten gebracht werden könne, empfahl Franziskus drei Dinge:

„Betrachten wir die Heilige Schrift, studieren wir den Katechismus und empfangen wir regelmäßig die heiligen Sakramente. Fragen wir uns dazu aber auch, was wir tun, damit der Glaube unser ganzes Dasein bestimmt. Man ist kein Christ ‚auf Zeit’, nur in bestimmten Momenten oder unter bestimmten Umständen, nein, man ist in jedem Moment Christ und zwar völlig!“

Franziskus rief deshalb alle Gläubigen dazu auf, täglich dafür zu beten, dass der Heilige Geist sie immer mit seiner Wahrheit erleuchte, auch im Alltag. In seinen Grüßen für die deutschsprachigen Pilger erinnerte der Papst daran, dass die Tage vor dem Pfingstfest zeigen, wie die Apostel vereint mit Maria um den Heiligen Geist gebetet haben. So solle sich auch heute in diesen Tagen jeder mit Maria und der ganzen Kirche verbinden, um die wunderbare Gabe des Trostes und der Stärke für den Glauben zu erflehen.

Weitere Hinweise und Quellen