Der Heilige Geist ist wahrer Gott sowie es auch der Vater und der Sohn sind

23. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Franziskus

L'Osservatore RomanoDer wahre Reichtum eines Christen ist nicht der materielle Besitz, sondern Jesus Christus. Das sagte Papst Franziskus bei seiner Mittwochskatechese am 8. Mai 2013 auf dem Petersplatz. Vor Tausenden von Pilgern und Besuchern führte er bei strahlendem Sonnenschein aus:

„Der Mensch ist wie ein Pilger, der die Wüste des Lebens durchquert und den Durst nach lebendigem, sprudelndem und frischem Wasser verspürt, das in der Lage ist, seinen tiefen Wunsch nach Licht, Schönheit und Frieden zu stillen. Alle fühlen wir diesen Wunsch! Und Jesus schenkt uns dieses lebendige Wasser: Es ist der Heilige Geist, der vom Vater kommt und den Jesus in unsere Herzen gießt. ,Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben‘, sagt Jesus“ (Johannes 10,10).

Papst Franziskus hob vor dem Pfingstfest die zentrale Rolle des Heiligen Geistes für den christlichen Glauben hervor. Gerade die Liturgie der Osterzeit weise immer wieder auf den Heiligen Geist hin, so der Papst weiter. Im Großen Glaubensbekenntnis bekennen die Gläubigen, dass der der Heilige Geist „lebendig macht.“

„Das heißt, dass er wahrer Gott ist sowie es auch der Vater und der Sohn sind. Daher kommt ihm gleich den beiden anderen göttlichen Personen Anbetung und Verherrlichung zu. Der Heilige Geist ist die dritte Person der heiligen Dreifaltigkeit; er ist das große Geschenk des auferstandenen Christus, der uns erleuchtet und unsere Herzen im Glauben zu Jesus als den gesandten Sohn und zur Freundschaft hinführt, in Gemeinschaft mit Gott.“

Aufgabe eines Christen sei es daher, die Mitmenschen einzuladen, „sich auf diese Beziehung des Vertrauens, der Freiheit und des Vertrauens zur Liebe und zum Erbarmen Gottes einzulassen“. Unter den deutschsprachigen Gästen grüßte Papst Franziskus insbesondere die Angehörigen und Freunde der neuen Schweizergardisten, die aus Anlass der Vereidigung nach Rom gekommen sind.

„Lassen wir uns ein auf die Freundschaft mit Christus. Im Hören auf sein Wort und in der Anbetung seines heiligsten Leibes, der in der Eucharistie gegenwärtig ist, werde er uns zur Quelle neuen Lebens. Der Herr segne euch und begleite euch auf all euren Wegen!“

Weitere Hinweise und Quellen