Menschwerdung des ewigen Wortes Gottes ist das Werk von Vater, Sohn und Heiligem Geist

11. Katechese zum Jahr des Glaubens von Papst Benedikt XVI.

http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de.html„Diese ersten Tage des neuen Jahres stehen noch ganz im Licht von Weihnachten.“ Das sagte Papst Benedikt XVI. am Mittwoch, 2. Januar 2013 bei seiner ersten Generalaudienz im neuen Jahr. „Wir schauen auf das Kind in der Krippe, dessen Geburt die Geschichte erneuert hat.“ Immer wieder tauche die Frage nach der Herkunft Jesu auf, so Benedikt, der diesem Thema erst kürzlich den dritten Band seines Werkes „Jesus von Nazareth“ gewidmet hat.

„Viele seiner Zuhörer erkannten ihn nicht als Messias, da sie zu wissen meinten, woher er stammt (vgl. Joh 7,27). Die Evangelien geben uns aber klar Auskunft, dass Jesus vom Vater, vom Himmel kommt.“

Er kommt, so formuliert der Papst, „aus dem Geheimnis Gottes“, und zwar auf andere Weise als ein Prophet oder Gottesgesandter. „Seine Herkunft aus dem Geheimnis Gottes wird besonders deutlich bei der Verkündigung des Engels an Maria: „Der Heilige Geist wird über dich kommen … Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden“ (Lk 1,35). Und deswegen bekennen wir im Credo: „Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria“.

Die „Menschwerdung des ewigen Wortes Gottes“ sei, wie die Kindheitsgeschichten des Matthäus- und des Lukas-Evangeliums zeigten, „das Werk von Vater, Sohn und Heiligem Geist“. Sie verwirkliche sich „im Schoss der Jungfrau“. „Maria gehört unverzichtbar zu unserem Glauben an den Gott, der handelt und in die Geschichte eintritt. Sie war bereit, Wohnstatt, Zelt Gottes zu werden. Und das, was durch das Wirken des Geistes in Maria geschieht, ist neue Schöpfung.“ Das hätten schon die Kirchenväter häufig ausgeführt. „Gott setzt damit den Beginn einer neuen Menschheit. Christus ist der neue Adam. In ihm werden wir durch die Taufe zu neuen Menschen. Als seinen Brüdern und Schwestern schenkt Christus uns die wahre Gotteskindschaft.“

Das Kind von Bethlehem sei „wirklich der „Immanuel“, der Gott mit uns“, bekräftigte Papst Benedikt. Und er betonte einmal mehr die Nähe Gottes zu uns: „Gott bleibt nicht irgendwo weit hinter den Wolken, er ist da! Er hat seinen Sohn gesandt, um die Welt zu erneuern. Und so ist dies auch für uns ein Ansporn, dass wir uns erneuern lassen, verwandeln lassen, als neue Menschen aus diesem neuen Beginn her leben.“ Dabei sei Maria, in der er Fleisch angenommen hat, ein „Vorbild im Glauben und im Vertrauen auf Gott, auf sein Handeln in uns“.

„Der Herr begleite euch alle in diesem neuen Jahr – allen wünsche ich ein gutes und gesegnetes neues Jahr!“

Weitere Hinweise und Quellen